Teltow-Fläming – #Corona: Kalenderwoche 14/2021

7-Tage-Inzidenz wieder über 100 – Infektionen in Kitas und Schulen – Bundeswehreinsatz im Gesundheitsamt verlängert

Nach leicht gesunkenen Zahlen der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Teltow-Fläming wurde heute wieder die Marke von 100 überschritten.

„Über die Osterfeiertage wurde weniger getestet. Deshalb war die Zahl der Infektionsmeldungen vergleichsweise gering. Das wiederum schlägt sich  auf die 7-Tage-Inzidenz nieder. Aus Anrufen im Gesundheitsamt und am Bürgertelefon wussten wir jedoch, dass es  über Ostern viele positive Schnelltestergebnisse gab. Die Betroffenen haben sich an ihre Hausarztpraxen gewandt, die die PCR-Tests durchführten oder veranlassten„, so die Erste Beigeordnete und Sozialdezernentin Kirsten Gurske.

Mit Stand vom 9. April 2021 wurden in Teltow-Fläming seit Beginn der Pandemie 5.796 Menschen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. 185 Personen starben an oder mit dem Virus. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 117,1. In der 14. Kalenderwoche waren 53 Prozent der SARS-CoV-2-Infektionen der britischen Virus-Mutation zuzuschreiben. Erstmals traten jetzt auch zwei Fälle der südafrikanischen Variante im Landkreis auf.

Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen

Trotz der Ferien gibt es ein kontinuierliches Infektionsgeschehen in Kitas und Schulen. Aktuell sind 62 Kinder, Schüler*innen, Lehrkräfte sowie Erzieher*innen aus 31 Einrichtungen im gesamten Kreisgebiet positiv getestet worden. „Die neuen Regelungen der Eindämmungsverordnung we

In 14 Kindertagesstätten gibt es aktuell 22 Covid-19-Fälle. „Dort, wo ein gutes Gruppenkonzept verfolgt werden kann, können die Quarantänen eingegrenzt werden. Da, wo die Gruppen nicht stabil gehalten werden können, sind umfangreichere Maßnahmen erforderlich.“

In Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind aktuell nur wenige Verdachts- und vereinzelte Infektionsfälle zu verzeichnen.

Impfungen

Nach wie vor gibt es im Landkreis wie im gesamten Land Brandenburg nicht genug Impfstoff. Aber es gibt auch erfreuliche Botschaften: „Aufgeholt wurde bei der Impfung der über 80-Jährigen“, informiert Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. „Im Land Brandenburg haben bereits 88 Prozent dieser Altersgruppe ihre Erst- und 82,3 Prozent ihre Zweitimpfung erhalten. Das ist im deutschlandweiten Vergleich sehr gut, aber in der Gesamtbetrachtung aller Geimpften natürlich nach wie vor nicht zufriedenstellend.“

Alle Impfwilligen werden gebeten, sich ab und zu auf der Seite „brandenburg-impft.de“ über neue Impfberechtigungen zu informieren. In Brandenburg können jetzt auch alle pflegenden Angehörigen geimpft werden.

Pflegebedürftige Personen über 70, die nicht in einer Einrichtung leben oder Menschen, die eine der in der Priorisierungsgruppe 2 genannten Erkrankungen oder Behinderung haben, können 2 Kontaktpersonen für eine Impfung zu benennen. Letzteres gilt auch für Schwangere.

Das Impfzentrum Luckenwalde läuft gegenwärtig stabil. Außerdem wurden im Krankenhaus Ludwigsfelde ca. 1200 Impfungen durchgeführt, jeweils 400 weitere sind in der nächsten und übernächsten Woche geplant. Auch die Modellarzt- und erste Hausarztpraxen im Landkreis arbeiten mit Hochdruck. Hier werden jedoch, wie in der jüngsten Beratung des Krisenstabes einmal mehr deutlich wurde, die kurzfristige Zuteilung der Impfstoffe in Art und Umfang als auch der enorm hohe bürokratische Aufwand zunehmend zum Hindernis.

Testzentren

Aktuell stehen im Landkreis 22 Corona-Testzentren zur Verfügung, in denen sich Bürger*innen ohne Erkrankungssymptome testen lassen können. Allein in den Testzentren des DRK wurden vor Ostern 1065 Tests durchgeführt, in 1,5 bis 2 Prozent mit positivem Ergebnis.

Eine Übersicht der Teststellen findet sich im Internetauftritt des Landkreises unter www.teltow-flaeming.de/tests.

Dort ist neu auch eine interaktive Karte mit einer Übersicht aller Teststellen im Land Brandenburg veröffentlicht.

Besuche in Senioren- und Pflegeeinrichtungen

Viele Nachfragen gibt es aktuell zu den Besuchsregelungen für Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Hier gibt es, nachdem bereits viele Bewohner*innen geimpft worden sind, mittlerweile etwas mehr Spielraum. Dennoch gelten die Regeln der Eindämmungsverordnung.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz hat am 31. März 2021 Handlungsempfehlungen für Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe veröffentlicht. Sie enthalten u. a. Aussagen zum Besuchsmanagement, zum Infektionsschutz, zur Umsetzung von Testungen sowie zur Gestaltung des Alltags in der Einrichtung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.teltow-flaeming.de und unter folgendem Kurzlink https://bit.ly/3uBVcDL.

Einsatz der Bundeswehr

Verlängert wurde der Einsatz von Bundeswehrangehörigen im Landkreis Teltow-Fläming. Sie unterstützen das Impfzentrum Luckenwalde und die Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt. Diese wird immer schwerer:

In der Regel kommt das Laborergebnis im Gesundheitsamt und bei einer betreffenden Person auf elektronischem Weg an. Damit beginnt für das Gesundheitsamt die Ermittlungsarbeit. Ein Teil der Befunde wird in einem zweiten Schritt auf Mutationen hin analysiert. Dieser Befund kommt deshalb später, muss dem Fall zugeordnet werden und setzt weitere Arbeitsschritte in Gang.

Im Gegensatz zu einer „normalen“ Covid-19-Infektion sollen Menschen, bei denen eine Virus-Mutation nachgewiesen worden ist, im Anschluss an die Quarantäne „freigetestet“ werden. Das betrifft auch ihre engen Kontaktpersonen. Dieses Procedere nimmt die Beschäftigten des Gesundheitsamts sehr in Anspruch.

Ist jedoch eine Gemeinschaftseinrichtung betroffen, zum Beispiel eine Kita, eine Schule oder ein Wohnheim, dann ist dieser Schritt von großer Wichtigkeit. Dieses „Freitesten“ erfordert eine Terminvergabe, den Test selbst und die Rückkopplung des Testergebnisses. Schon an dieser Aufzählung lässt sich erkennen, wie oft mit einer betroffenen Person Kontakt aufgenommen werden muss. Aktuell gibt es deshalb auch einen Bearbeitungsrückstand im Gesundheitsamt.

Umso willkommener ist die Unterstützung der Bundeswehr. Ich freue mich über die Verlängerung und darüber, dass fünf weitere Soldatinnen und Soldaten ab sofort bei der Kontaktermittlung helfen“, so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling.

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