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Teltow-Fläming: Infektionsgeschehen – Paradigmenwechsel und Eigenverantwortung- Kindertagesbetreuung – Bürgertelefon

Keine neuen Fälle von Covid-19 gibt es im Landkreis Teltow-Fläming seit dem 20. Mai 2020. Damit liegt auch die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, nach wie vor bei Null. Eine zwischenzeitlich gemeldete Neuinfektion erwies sich glücklicherweise als Fehler, so dass die Daten wieder korrigiert werden konnten.

 

Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie im Landkreis Teltow-Fläming damit 148 Personen mit dem SARS-Cov-2-Virus infiziert. 136 von ihnen sind wieder genesen, zwölf Todesfälle waren zu verzeichnen. Eine bereits als genesen gemeldete Person ist jetzt leider verstorben. Aktuell befinden sich 2 Personen in Quarantäne, es gibt 36 Verdachtsfälle. „Die Bilanz sieht gut aus – in Teltow-Fläming wie im gesamten Land Brandenburg. Aber wir dürfen nicht vergessen: Das Virus ist noch da“, so das Resümee von Dr. Silke Neuling, Leiterin des Krisenstabs Corona im Landkreis Teltow-Fläming.

 

Paradigmenwechsel

 

Diese positive Entwicklung der Erkrankungszahlen im Land Brandenburg ist auch ein Grund dafür, dass es zwischenzeitlich einen Paradigmenwechsel beim Gesetzgeber im Land Brandenburg gegeben hat. Nachdem die Eindämmungsverordnung zunächst alles verboten hat, was nicht extra erlaubt wurde, hat sich die Situation inzwischen gedreht. Es ist erlaubt, was nicht ausdrücklich untersagt wurde. Hier setzt man vor allem auf die Eigenverantwortung der Betreiber, zum Beispiel von Gastronomie, Gewerbe, Sportstätten usw. Diese Eigenverantwortung gilt nach wie vor auch im privaten Bereich für Feiern, beim Zusammentreffen von Familien sowie Freunden. Die bereits bekannten Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen und das allgemeine Abstandsverbot, Hygiene und Arbeitsschutz sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in der Öffentlichkeit gelten uneingeschränkt fort.

 

Kindertagesbetreuung

 

In der Kindertagesbetreuung ist das Land Brandenburg – und damit auch der Landkreis Teltow-Fläming – von einer erweiterten Notbetreuung zu einem eingeschränkten Regelbetrieb übergegangen, der zwar mehr Kindern eine Betreuung anbietet, aber auch viele Kompromisse verlangt. „Wir müssen erreichen, dass wir in den Kindereinrichtungen bei einer Covid19-Erkrankung nachvollziehbare Infektionsketten abbilden können. Das macht es erforderlich, feste Gruppen mit festen Erziehern zu bilden. So sieht es auch die aktuell gültige Eindämmungsverordnung (§ 13) vor“, betont Vizelandrätin und Sozialdezernentin Kirsten Gurske. Sie erläutert: „Nur über diesen Weg ist es möglich, im Erkrankungsfall zunächst eine Gruppe und deren Eltern unter Quarantäne zu stellen und gleichzeitig den Weiterbetrieb der Einrichtung zu ermöglichen. Das ist aus unserer Sicht auch im Interesse der Eltern und Kinder.“ Wie die Einrichtungen diese Forderung umsetzen, hänge von den räumlichen Gegebenheiten und dem Personal ab. „Ich bin ganz sicher, dass wir zu weiteren Vereinfachungen kommen werden, wenn wir die Infektionszahlen stabil halten können.“

 

Bürgertelefon

 

Trotz sinkender Anrufzahlen wird der Landkreis Teltow-Fläming das Bürgertelefon Corona vorerst weiter anbieten. „Es hat sich als eine Art Institution bewährt, für die wir von den Bürgerinnen und Bürgern viel Zuspruch bekommen haben“, so Dr. Silke Neuling. Viele Menschen haben das Angebot genutzt, um sich zu informieren oder abzusichern. In jüngster Vergangenheit ging es vor allem um Regelungen für Besuche in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags 8 bis 16 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 15 Uhr besetzt.

Dass der Informationsbedarf hoch war bzw. ist, zeigt auch die Tatsache, dass allein im Ordnungsamt Teltow-Fläming bis zum 3. Juni 2020 insgesamt 329 Anfragen zur Eindämmungsverordnung eingegangen sind.

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