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Thematische Führung im Potsdam Museum: 24. November, 14 Uhr :„Jüdisches Leben in Potsdam“.

Die nächste öffentliche Führung durch die stadtgeschichtliche Ausstellung „Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte“  wird am Sonntag, den 24. November, um 14 Uhr angeboten.

Die Führung steht diesmal unter den Thema „Jüdisches Leben in Potsdam“.

Die Überlieferung jüdischen Lebens in Potsdam beginnt Ende des 17. Jahrhunderts. Um 1740 entsteht die jüdische Gemeinde. Aufgrund der eingeschränkten Berufswahl für Juden sind diese vorrangig im Handel tätig, in Potsdam ist die Anzahl jüdischer Unternehmer dreimal so hoch wie in Berlin. Mit dem Edikt von 1812 werden die jüdischen Einwohner preußische Staatsbürger, ein reges Vereins- und Salonleben entwickelt sich. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts leben knapp 500 Bürger jüdischen Glaubens in Potsdam, die ab 1903 in der neu gebauten Synagoge am Wilhelmplatz zusammenkommen.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschärfen sich antisemitische Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung. In der Pogromnacht 1938 werden die Fensterscheiben der Synagoge demoliert.

Seit Januar 1939 müssen jüdische Bürger zwangsweise die Vornamen Israel oder Sara tragen, ab September 1941 besteht die Pflicht zum Tragen des Judensterns. Jüdische Potsdamer gehen ins Exil oder werden deportiert. Die beim Bombenangriff 1945 zerstörte Synagoge wird 1955 abgerissen.

Der Eintritt ist frei!

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