Tief Bernd: THW sichert Stromversorgung

Bonn. Das Wasser riss alles mit: Trafos, Kabel, Leitungen. Viele Menschen in der Unwetterregion sind seit Tagen ohne Strom. Die Notstromversorgung bildet daher einen Einsatzschwerpunkt des Technischen Hilfswerks (THW). „Aktuell arbeiten mehr als 40 Teams daran, die Notstromversorgung an verschiedenen Einsatzstellen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sicherzustellen. Damit tragen wir dazu bei, die Engpässe in diesem Bereich zu überbrücken“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

 

Mehr als 40 Spezialteams des THW für Elektro- und Notversorgung sind inzwischen in den vom Starkregen betroffenen Regionen im Einsatz. Die Expertinnen und Experten betreiben große Notstromaggregate, reparieren Hausanschlüsse, bauen Leitungen und speisen den Strom in die noch vorhandenen Netze ein. Die räumlichen Schwerpunkte liegen in Stolberg, Euskirchen und Ahrweiler. „Alleine in Stolberg arbeiten zehn THW-Fachgruppen für Elektroversorgung mit Hochdruck daran, eine temporäre Energieversorgung herzustellen. So liefern wir Strom an ein Altenheim, ein medizinisches Versorgungszentrum und weitere Gebäude“, erläutert THW-Präsident Gerd Friedsam.

 

Die Fachgruppe Elektroversorgung liefert Strom an große Einsatzstellen. Darüber hinaus versorgt sie bei einem Stromausfall wichtige Einrichtungen mit Notstrom. Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung verfügt über spezielle Fähigkeiten im Bereich Notversorgung und Notinstandsetzung. Währenddessen laufen die Vorbereitungen zum Brückenbau nach Plan: Im Ortskern von Ahrweiler errichtet das THW ab Freitag eine Behelfsbrücke über der Ahr. Hierzu setzt das THW seine Fachgruppen Brückenbau ein. Diese können Brücken bis zu einer Spannweite von 120 Metern errichten.

 

Insgesamt hat das THW weiterhin 3.600 Helferinnen und Helfer nach dem Starkregen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz. „Unsere Einsatzkräfte können nur helfen, weil Unternehmen und Betriebe sie für diesen Einsatz freistellen. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich“, sagte THW-Präsident Gerd Friedsam am heutigen Mittwoch. „Auch innerhalb des THW erleben wir hier einen großartigen Zusammenhalt. Aus allen Landesverbänden des THW ist Hilfe vor Ort. Unser bundeseinheitliches, standardisiertes System hilft uns in der momentanen Situation enorm.“

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Ehrenamtlichen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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