Tiertransporte in Drittstaaten – Ministerin Nonnemacher begrüßt Vorstoß von Bundesministerin Klöckner als längst überfälligen Schritt

Bei einem Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister hat Bundesministerin Julia Klöckner gemeinsam mit den Niederlanden und Luxemburg die Forderung nach einem EU-weiten Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten eingebracht. Dazu erklärt Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher:

„Die Forderung von Bundesministerin Klöckner nach einem EU-weiten Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten ist längst überfällig. Im Bundesrat haben wir zusammen mit anderen Bundesländern seit langem nichts unversucht gelassen, die Bundesregierung dazu zu bewegen, auf europäischer Ebene vehementer für eine Novellierung der Verordnung EG 1/2005 einzutreten oder zumindest bundesweit nach § 12 Abs. 2 Nr. 3 Tierschutzgesetz Tiertransporte in Hochrisikoländer zu untersagen oder an sehr hohe Auflagen zu knüpfen.

Brandenburg wurde aufgrund seiner geografischen Lage oftmals vorgeworfen, zu einem Drehkreuz dieser fragwürdigen Tiertransporte geworden zu sein. Die teilweise erschütternden Berichte über die Zustände auf solchen Beförderungen haben uns dazu bewegt, im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung das Tierleid auf ein Minimum zu reduzieren und die Transporteure stärker zu kontrollieren und in die Pflicht zu nehmen.

Eine nachhaltige Verbesserung muss nach unserer Auffassung auf europäischer Ebene erreicht werden. Aus unserer Sicht ist eine Änderung des rechtlichen Rahmens essentiell. In einer Wertegemeinschaft darf der Tierschutz nicht verschiedene Sprachen sprechen, deshalb begrüßen wir den Entschluss aus Berlin.“

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