Trotz Corona für die Medienfreiheit: Internationales Medientreffen M100 Sanssouci Colloquium als Digitalkonferenz

Trotz Corona für die Medienfreiheit: Internationales

Medientreffen M100 Sanssouci Colloquium als Digitalkonferenz/

M100 Media Award im Raffaelsaal

Potsdam, 1.September 2020. Unter dem Titel „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media

Order“ diskutieren am Donnerstagnachmittag, 17. September Chefredakteur*innen,

Politiker*innen und Wissenschaftler*innen bei der internationalen Medienkonferenz M100

Sanssouci Colloquium über die Folgen der Coronakrise auf Journalismus, Medienfreiheit und

Demokratie in Europa. In der hybrid stattfindenden Konferenz soll eine erste Bilanz zur Rolle

und Leistung des Journalismus während der Corona-Pandemie gezogen werden. Vor allem aber

geht es um die Frage, welche Öffentlichkeiten unsere Gesellschaften in Zukunft prägen werden

– und was wir heute dafür tun können, diese zu gestalten.

Das M100 Sanssouci Colloquium, eines der führenden internationalen Medientreffen für

Demokratie und Pressefreiheit, wird in diesem Jahr in überwiegend digitaler Form umgesetzt:

Von der Potsdamer Villa Arnim aus werden rund 100 geladene M100-Teilnehmer*innen aus der

ganzen Welt in hochkarätig besetzten, interaktiven Diskussionsrunden miteinander verbunden.

Den festlichen Abschluss der Konferenz bildet die live auf YouTube übertragene Verleihung des

M100 Media Award, die in diesem Jahr unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und

Abstandsregelungen, im Raffaelsaal des Orangerieschlosses im Schloss Sanssouci stattfindet. Mit

dem „Preis der europäischen Presse“ wird eine Persönlichkeit zur Ehrung von herausragenden

Verdiensten um den Schutz der Medienfreiheit und demokratischer Werte ausgezeichnet.

„Gerade angesichts der Ungewissheit rund um Corona und die Folgen war es uns wichtig, M100

als Forum für Analyse, Vordenken und Debatte rund um Medienfreiheit und Demokratie

durchzuführen. Wir freuen uns sehr, dafür eine innovative Lösung gefunden zu haben“, so der

Vorsitzende des M100-Beirats und Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert.

„Covid19 markiert eine historische Zäsur. Ein ‚Weiter so‘ – so viel ist gewiss – wird es nicht geben.

Das gilt auch für Medien und Journalismus, die ihre Bedeutung einmal mehr unter Beweis

gestellt habe, aber gleichzeitig von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwer getroffen

wurden“, betont Beiratsmitglied Leonard Novy (Institut für Medien- und

Kommunikationspolitik), der den Fachdialog kuratiert.

Ziel der Veranstalter*innen ist es, den seit 2005 jährlich stattfindenden Austausch zwischen

Vordenker*innen und Entscheidungsträger*innen aus Medien, Politik, Wissenschaft und

Zivilgesellschaft ins Digitale zu übertragen. Virtuell sollen Szenarien und Strategien zur Sicherung

eines pluralen, unabhängigen und resilienten Mediensystems erarbeitet werden.

Die Konferenz wird vom Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und dem

Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert eröffnet. Zugesagt haben u.a. Timothy Garton

Ash, Professor of European Studies an der Oxford University, der US-amerikanische Aktivist und

Journalist Cory Doctorow, die russisch-US-amerikanische Autorin Masha Gessen, Jim Egan, Chief

Executive Officer von BBC Global News, Matthew Kaminski, Chefredakteur von POLITICO, Tanit

Koch, Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL, Dunja Mijatovic,

Menschenrechtskommissarin des Europarats, der Politikwissenschaftler Yascha Mounk,

Associate Professor of the Practice of International Affairs, Johns Hopkins University, der

ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz und die Publizistin und ehemalige Piraten-

Politikerin Marina Weisband.

Seit 27. August bis 17. September findet darüberhinaus erneut der M100 Young European Journalists Workshop statt, bei dem sich Nachwuchsjournalist*innen unter dem Titel “The local-global nexus: Exploring new strategies for local journalism in the post-covid era” mit der Zukunft von (Lokal-) Journalismus in einer globalen Welt entlang der Dimensionen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation beschäftigen.

Die coronabedingten Veranstaltungsregeln wie Mindestanzahl an Teilnehmer*innen und Abstandsgebot werden dabei streng eingehalten. M100 stimmt sich dabei eng mit der Stadt Potsdam und den lokalen Gesundheitseinrichtungen ab.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Sponsor ist medienlabor.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

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