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„ttt – titel thesen temperamente“ (rbb) am Sonntag, 29. März 2020, um 23:05 Uhr

Die geplanten Themen:
Corona – eine Feuerprobe für Europa?
Der italienische Schriftsteller Antonio Scurati lebt seit drei Wochen in Quarantäne. Der Mailänder erzählt, dass die Sirenen der Krankenwagen mittlerweile zum Soundtrack des Lebens geworden sind. Als Italien zu Beginn der Corona Pandemie den europäischen Katastrophenschutz um Hilfe angerufen hat, hat kein einziges Land reagiert. Hilfe bekommt das Land, in dem der Corona Virus am schlimmsten wütet, bisher von China, Russland und Cuba. Diese Pandemie ist eine Feuerprobe für die EU, sagt er, entweder jetzt arbeiten alle solidarisch zusammen und helfen sich, oder Europa zerbricht. „ttt „hat mit ihm ein Skype-Interview geführt und auch die Publizistin und überzeugte Proeuropäerin Ulrike Guérot befragt. (Autorin: Nathalie Daiber)
Künstler und der Corona Shutdown
Die Corona-Pandemie legt ein ganzes Land lahm und das Kulturleben still. Schätzungsweise 80.000 kulturelle Veranstaltungen wurden bis Ende April abgesagt. Nicht systemrelevant! Viele Künstler stehen vor einer finanziell existenzbedrohlichen Situation. So die Sängerin Simone Kermes. Statt auf der Bühne der Elbphilharmonie, singt sie für „ttt“ zuhause in der Küche. Wie erleben Künstlerinnen und Künstler die Situation? Und wie leben sie mit den Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit? Der Historiker René Schlott fürchtet, dass der Shutdown zur weiteren Spaltung unserer Gesellschaft führt, nicht nur in finanzieller Hinsicht. (Autorin: Petra Dorrmann)
Siegfried Lenz‘ Roman „Der Überläufer“ wird verfilmt
In seinem Roman „Der Überläufer“ erzählt Siegfried Lenz von der Liebe zwischen einem deutschen Wehrmachtssoldaten und einer polnischen Partisanin. Es ist der zweite Roman des damals erst 26-Jährigen. Kurz nach dem Krieg darf er nicht erscheinen und verschwindet in der Schublade des Schriftstellers. Erst nach dem Tod von Siegfried Lenz 2014 wird er in seinem Nachlass entdeckt und 2016 zu einem Bestseller. Nun hat die ARD den Roman in einem Zweiteiler adaptiert. Er läuft am 8. und 10. April um 20:15 Uhr im Ersten. Regisseur ist Oscar-Preisträger Florian Gallenberger. Was zählen Freundschaft und Liebe, Pflicht und Gewissen in einer Welt aus den Fugen? (Autor: Lutz Pehnert)
„Was hast du hinter dir gelassen“ – Stimmen aus dem vergessenen Krieg im Jemen
Über den Krieg im Jemen, der seit fünf Jahren das Land bestimmt, wird hierzulande kaum berichtet. Es ist ein vergessener Krieg. Jetzt gibt es eine Stimme aus dem Jemen, die uns vom Leben und Sterben unter Luftangriffen und Granaten-Beschuss erzählt. Die Journalistin und Schriftstellerin Bushra al-Maktari ist unter Lebensgefahr zwei Jahre durchs Land gereist und hat Protokolle mit über 400 Überlebenden geführt. Sie hat nach dem Verlust der Angehörigen – oft sind es Kinder – gefragt und nach dem Alltag im Krieg. „Was hast du hinter dir gelassen“ fragt ihr Buch. (Autor: Ulf Kalkreuth)
Oskar Roehler erzählt vom Erwachsenwerden in der westdeutschen Provinz
„Mangel“ heißt der neue Roman des Schriftstellers und Regisseurs Oskar Roehler. Wie viele seiner Filme und Bücher, so handelt auch der Roman von persönlichen Erinnerungen. „Mangel“ erzählt von einer Gruppe von Kindern, die in den frühen 60er Jahren in einer Neubausiedlung im Zonenrandgebiet aufwächst. Die Väter sind wortkarge Sudetendeutsche, die den Krieg erlebt haben. Die Kinder haben weder Fernsehen noch Radio, es mangelt an Geld, Sicherheit und Geborgenheit. Später flüchtet sich der Ich-Erzähler in die Kunst.“ „ttt“ hat Oskar Roehler getroffen und spricht mit ihm über den Werdegang einer ganzen Generation. (Autorin: Hilka Sinning)
Im Internet unter www.DasErste.de/ttt
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