Überflutungen durch Starkregen-Ereignis: Stadtrat Morlock betont Kehrpflicht und Sauberhalten der Gullys

Der Starkregen vom Samstag hat die Leipziger Straße im Bereich der Bahnunterquerung kurzzeitig überflutet, ebenso die Dettinger Straße in Höhe der Kreuzung mit der Quarzstraße. Stadtrat Thomas Morlock spricht in diesem Zusammenhang von „lokal begrenzten, nur sehr kurzfristig vorhersehbaren, hohen Niederschlagsmengen“. Die dadurch verursachten Überflutungen seien „in der Regel nicht darauf zurückzuführen, dass der Durchmesser der Kanalrohre zu gering bemessen ist“. Die Kanalisation sei grundsätzlich für die Abwassermengen ausreichend ausgelegt.
Der Stadtrat ruft Anliegerinnen und Anlieger mit Kehrpflicht auf, die Gehwege und Rinnsteine vor ihren Grundstücken sauber zu halten und weder Blätter noch sonstigen Kehricht in die Gullys zu fegen. Denn solcher Unrat verstopfe die Einläufe am Straßenrand und lasse das Regenwasser nicht richtig abfließen. Zugleich warnt er davor, die Gullys eigenhändig zu heben und reinigen zu wollen. Dabei sei die Verletzungsgefahr zu groß, und der Eigenbetrieb Hanaus Infrastruktur Service (HIS) oder eine von ihm beauftragte Fachfirma verfüge über spezielle Gerätschaften für diesen Zweck.
In der Leipziger Straße habe HIS zur Vorbeugung gegen Starkregen eine neue Pumpstation an der Bahnunterquerung eingebaut. Doch es dauere eben einige Minuten, bis große Wassermengen die Pumpen erreiche. Ähnlich gelte das für das Regenrückhaltebecken in der Dettinger Straße.
Die Straßeneinläufe in der Leipziger Straße reinigte der städtische Bauhof zuletzt am vorigen Freitag. „Dies in weiser Voraussicht darauf, dass wegen der Großwetterlage Starkregen nicht auszuschließen war“, unterstreicht Morlock.
HIS hat darüber hinaus einen Unterhaltungsvertrag mit einer externen Firma abgeschlossen, welche im Stadtgebiet die Einläufe im Frühjahr und Herbst regelmäßig reinigt. In Hanau gibt es insgesamt rund 12.000 Straßeneinläufe zuzüglich diverser Einlaufrinnen, und Brückenabläufe, die in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Dafür gibt HIS im Jahr 2021 voraussichtlich 60.000 bis 70.000 Euro aus.
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