Ukraine-Geflüchtete: Bis 28. Mai registrieren lassen

Stadt und Land erfassen gemeinsam Geflüchtete aus der Ukraine/ Nur registrierte Geflüchtete haben Anspruch auf Sozialleistungen
Münster (SMS) In einer gemeinsamen Aktion arbeiten das Land NRW und die Stadt Münster aktuell daran, Geflüchtete aus der Ukraine zu erfassen. Die Stadt appelliert an alle Geflüchteten, sich unbedingt registrieren zu lassen. Eine Registrierung ist wichtig, damit die Geflüchteten in Deutschland Sozialleistungen beantragen können. Fünf „Registrierstationen“ stehen dafür in der Blücher-Kaserne täglich bis einschließlich Samstag, 28. Mai, bereit, um die noch rund fehlenden 1000 Personen erkennungsdienstlich zu erfassen.
„Nutzen Sie die Möglichkeit, um die Voraussetzungen für ihren eigenen Schutz zu erfüllen“, appelliert Helga Sonntag, Leiterin der Ausländerbehörde an die Geflüchteten. „Wir rufen alle Geflüchteten aus der Ukraine, die noch nicht erkennungsdienstlich erfasst sind, auf, in die Blücher-Kaserne zu kommen. Wir sind dort täglich – auch am Feiertag – bis Samstag, 28. Mai, ab 8 Uhr, bis 16 Uhr erreichbar.
„Wir haben für jeden Tag 200 Personen schriftlich eingeladen“, sagt Christine Zeller, Stadtkämmerin und Beigeordnete für Finanzen, Beteiligungen und Migration. „Aber in vielen Fällen kommen die Briefe zurück, so dass wir nicht sicher sind, ob alle informiert sind, sich registrieren zu lassen.“
In Münster ist etwa die Hälfte der Geflüchteten in privatem Wohnraum untergekommen. Um auch Post zu erhalten, müsste in jedem Fall der Name am Briefkasten stehen. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber angesichts der individuellen Sorgen und Nöte steht eine solche Formalie eher hinten an. Deshalb erreicht viele Geflüchtete die Einladung zur Registrierung offenbar nicht.
Die Registrierung ist tatsächlich wichtig: Geflüchtete aus der Ukraine können zwar mit einem Touristenvisum einreisen. Sie müssen sich allerdings registrieren lassen, wenn sie staatliche Leistungen beanspruchen wollen. Nach mittlerweile mehr als drei Monaten Krieg kommen Erspartes und die Unterstützung von Familie und Freunden an Grenzen. Auch, wer keine Leistungen beanspruchen möchte, sondern arbeiten oder studieren will, kann den Schutz nach der EU-Richtlinie für sich beantragen und erhält eine Aufenthaltserlaubnis bis März 2024 einschließlich einer allgemeinen Beschäftigungserlaubnis – allerdings erst mit einer vollständigen Registrierung.
Foto: Noch bis zum 28. Mai können sich Ukraine-Geflüchtete in der Blücher-Kaserne in Münster registrieren lassen. Nur mit einer Registrierung können die Geflüchteten Sozialleistungen beantragen. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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