UNESCO erkennt die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in Sachsen und Böhmen als Welterbe an

Auf seiner 43. Sitzung in Baku/Aserbaidschan hat das Welterbekomitee der UNESCO heute (06.07. ) die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als Welterbe anerkannt.

Dazu erklärte Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, heute:
„Glückwunsch zum Welterbetitel an die grenzüberschreitende Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Die internationale Zusammenarbeit ist von Erfolg gekrönt, das industrielle Kulturerbe in Böhmen und Sachsen hat außergewöhnliche Bedeutung und universellen Wert. Ich freue mich über die erste gemeinsame Welterbestätte mit der Tschechischen Republik. Das ist auch ein wichtiges europäisches Signal und zeigt die enge kulturelle Verflechtung unserer Länder.“

Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist ein außergewöhnliches Zeugnis für die herausragende Rolle und den starken globalen Einfluss des sächsisch-böhmischen Erzgebirges als Zentrum für technologische und wissenschaftliche Innovationen von der Renaissance bis zur Neuzeit. In mehreren Phasen der Bergbaugeschichte gingen mit dem Bergbau verbundene bedeutende Errungenschaften aus der Region hervor und wurden erfolgreich weitergegeben oder beeinflussten die nachfolgenden Entwicklungen in anderen Bergbauregionen. Dazu gehört unter anderem die Gründung der ersten Bergbauakademie. Die fortwährende weltweite Auswanderung gut ausgebildeter sächsisch-böhmischer Bergmänner spielte eine Schlüsselrolle im Austausch von Entwicklungen und Verbesserungen in der Bergbautechnik und den zugehörigen Wissenschaften. Zeugnisse dieses Austausches sind noch heute in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zu finden.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: