UNESCO Welttag des audiovisuellen Erbes

Filmprogramm mit Live-Musik und Vortrag

  1. Oktober 2021

 

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a/ Marstall, 14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-2718112, 
ticket@filmmuseum-potsdam.de

Der Mythos, der Film sei vor dem Tonfilm meist stumm gewesen, ist längst widerlegt. Dass viele Filme aus der Frühphase des Kinos aber auch bunt waren, ist hingegen weniger bekannt. Anlässlich des UNESCO-Welttags des audiovisuellen Erbes hat der Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg zum Thema Farbe und Film im frühen Kino ein Programm zusammengestellt. Zu Gast ist Ulrich Rüdel von der HTW Berlin, der zu Konservierung und Restaurierung von photochemischem Analogfilm forscht und lehrt. Sein Vortrag beleuchtet anschaulich die Verbindung von Farbe und Film, von den ersten handkolorierten Kurzfilmen bis hin zu opulenten Technicolor-Filmen der 1950er Jahre. Eingerahmt wird der Vortrag durch Filme, an denen sich verschiedene Farbgebungsverfahren zeigen lassen.

18:30 Uhr

Scherben

R: Lupu Pick, D: Werner Krauss, Hermine Straßmann-Witt, Edith Posca, D 1921, 54‘

Ein Bahnangestellter lebt mit Frau und Tochter ein karges Leben bei den Schienen. Der Alltag ist trist, jeder Arbeitsschritt wurde schon tausendfach zuvor gemacht. Das Leben der Familie ändert sich, als sich ein Bahninspektor ankündigt. Ist der großgewachsene, arrogant wirkende Mann mit den Lederstiefeln ein Ausweg für die Tochter aus Enge und Perspektivlosigkeit? Oder wird er nur Scherben hinterlassen? Lupu Picks Kammerspiel zeichnet sich durch Stimmung erzeugende, viragierte Bilder aus und ist ein Musterbeispiel von Einfärbungen im Stummfilm.

Live-Musik: Peer Kleinschmidt

19:30 Uhr

Farbe im Film – von den Anfängen bis Technicolor

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Rüdel (HTW Berlin)

Eintritt frei

21:00 Uhr (OF)

Mystery of the Wax Museum

R: Michael Curtiz, D: Lionel Atwill, Fay Wray, Glenda Farrell, USA 1933, OF, 77‘

Die Geschäfte laufen schlecht für Ivan Igor und sein Wachsfigurenkabinett. Zwar vermag der talentierte Bildhauer lebensecht wirkende Figuren herzustellen, doch das Publikum kann sich nicht für seine Nachbildungen historischer Berühmtheiten begeistern. Den bevorstehenden Bankrott vor Augen schlägt ihm sein Geschäftspartner einen Versicherungsbetrug vor – mit dem Geld für das von den Flammen verschlungene Museum ließe sich doch irgendwo neu anfangen? Doch Ivan will nicht und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Der Film wurde im Zwei-Farben-Technicolor Verfahren gedreht, gezeigt wird die 2019 restaurierte Fassung.
Begrüßung: Magnus Knoll (Filmuniversität Babelsberg)

In Zusammenarbeit mit dem Master-Studiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Bitte beachten Sie die aktuelle Umgangsverordnung zu SARS-CoV-2.

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