Vermisster nach großflächiger Suche aufgefunden

#Potsdam, Brandenburger Vorstadt, Wall am Kiez – 

Freitag, 24.09.2021, 10:00 – Samstag, 25.09.2021, 03:45 Uhr – 

 

Eine Potsdamerin meldete ihren 39-jährigen Ehemann am Freitagnachmittag bei der Polizei als vermisst. Der sonst als sehr zuverlässig eingeschätzte Mann holte die Kinder nicht wie vereinbart aus der Kita ab und war telefonisch nicht erreichbar.

Das hinter ihm liegende Jahr war geprägt von beruflichen Rückschlägen, welche sich in einer Persönlichkeitsveränderung und einem Rückzug aus dem sozialen Leben widerspiegelten. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse konnte die Polizei nach Aufnahme der Vermisstenanzeige eine Suizidgefahr nicht ausschließen, was eine Kette von Ermittlungs- und Suchmaßnahmen nach sich führte:

 

Zunächst wurde das Mobiltelefon des Vermissten geortet. Die Standortermittlung ergab, dass das Gerät im Bereich der Breiten Straße im Mobilfunknetz eingeloggt war.

 

Wenig später konnte dann das Fahrzeug, mit dem der Vermisste unterwegs war in der Straße Wall am Kiez festgestellt werden. Leider konnten dort weder der Vermisste noch weitere Hinweise auf seinen aktuellen Aufenthaltsort gefunden werden. Lediglich das Handy konnte im Fahrzeuginneren ausgemacht werden, was eine weitere Ortung obsolet machte.

 

Der Standort des Fahrzeuges diente nun jedoch als Ansatzpunkt für den Einsatz eines Fährtenspürhundes der Polizei. Der eingesetzte Diensthund konnte tatsächlich die Fährte des Vermissten aufnehmen und führte seinen Diensthundeführer zur Brücke von der Unteren zur Oberen Planitz, wo sich die Fährte wiederum verlor. Diese Erkenntnis weckte die Befürchtung, dass sich die Person im Wasser befinden könnte.

 

Kurz nach Mitternacht wurde dann die Hubschrauberstaffel alarmiert, welche sofort einen Polizeihubschrauber zur Absuche entsandte. Durch diesen wurden insbesondere die Wasseroberfläche und die umliegenden Inseln mittels Nachtsicht- und Wärmebildkameras abgesucht. Jedoch waren weder an Land noch im Wasser Personen zu sehen, so dass der Hubschrauber ohne Erfolg zurückkehren musste.

 

Gegen 03:45 Uhr konnte eine Streifenwagenbesatzung im Rahmen der Nahbereichssuche den Vermissten dann schlussendlich unverletzt an seinem abgestellten Fahrzeug auffinden. Ein hinzugerufener Notarzt veranlasste dann die weitere Behandlung, um dem Vermissten die benötigte Hilfe zukommen zu lassen.

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