Verstärkung für das deutsche Handwerk: 119 neue Meisterinnen und Meister des Jahrgang 2022 gehen nächsten Karriereschritt

Potsdam. 119 neue Jungmeisterinnen und Jungmeister sind stolz auf den Meisterbrief, den sie sich in den vergangenen Monaten und Jahren hart erarbeiteten. Die Männer und Frauen aus 14 Gewerken krönten damit ihre bisherige berufliche Karriere – als Meisterinnen und Meister im Handwerk!

Ihr Start in einen neuen Karriereabschnitt in diesen unruhigen Zeiten ist von vielen Herausforderungen geprägt. Dennoch haben sie allen Grund stolz zu sein – auf ihren bisherigen Weg und das Erreichte. „Wir ziehen unseren Hut vor Ihren Leistungen,“ gratuliert der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Robert Wüst, der neuen Elite im Handwerk. „Das Handwerk steht in diesen Zeiten der Pandemie und eines Krieges in Europa vor großen Herausforderungen. Ihre Meisterabschlüsse sind deshalb ein ganz besonderes Zeichen für Optimismus: Sie sind Zukunft! Sie sind wirtschaftliche Stabilität! Sie sind systemrelevant! Mit ihrer Expertise gestalten Sie unsere Gesellschaft, Ihre Regionen und Ihre Heimat. Mit Ihrem Können und Ihrer Hände Arbeit sind Sie die Generation derer, die den Wandel in unserer Gesellschaft aktiv gestalten: Als zukünftige Führungskräfte können Sie Nachwuchs ausbilden, einen Betrieb gründen oder übernehmen, Führungsarbeit in Ihren Unternehmen leisten. Genießen Sie deshalb diesen stolzen Moment, wenn Sie auf Ihren Meisterbrief blicken.“

Die frisch gebackenen Meisterinnen und Meister verstärken künftig die Gewerke Augenoptiker, Bäcker, Dachdecker, Elektrotechniker, Friseure, Installateure und Heizungsbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Konditoren, Landmaschinenmechaniker, Maler und Lackierer, Maurer, Metallbauer, Schornsteinfeger sowie Tischler. Die meisten neuen Meister zählen mit 19 erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen das Elektrotechniker-Handwerk, gefolgt vom Maler– und Lackierer Handwerk (16), den Konditoren (13) sowie den Installateuren und Heizungsbauern (13). Der höchste Anteil an weiblichen Absolventen findet sich mit 12 Meisterinnen im Konditorenhandwerk.

Auch im vergangenen Jahr zeigte die die Meisterausbildung einmal mehr, dass man im Handwerk nie zu jung oder zu alt für die Karriereleiter ist. Die Fortbildung zum Handwerksmeister kennt kein Alter: Der jüngste Meisterabsolvent ist in diesem Abschlussjahrgang gerade einmal 20 Jahre, der älteste Absolvent 57. Das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre.

Der beste, gewerkeübergreifende, Meisterabsolvent kommt in diesem Jahr aus Sachsen-Anhalt. Über den damit verbundenen Förderpreis der Handwerkskammer Potsdam kann sich Elektrotechnikermeister Christian Franke freuen. Der 30-jährige kann sich mit dem auf 2.000 Euro dotierten Förderpreis der Handwerkskammer Potsdam am Bildungs- und Innovationscampus Handwerk (BIH) Gewerke spezifisch weiter qualifizieren.

Seit 1991, dem Jahr, seitdem die Handwerkskammer Potsdam Meisterbriefe ausstellt, schlossen bereits 10.201 Männer und Frauen die Meisterqualifikation ab. Viele von ihnen gründeten inzwischen selbst einen Handwerksbetrieb oder führen einen bestehenden (Familien)betrieb weiter.

Die 119 neue Meisterinnen und Meister kommen in diesem Jahr aus den folgenden Regionen:

Landkreis Prignitz:                                          5

Landkreis Ostprignitz-Ruppin:                     8

Landkreis Oberhavel:                                    6

Landkreis Havelland:                                     7

Landkreis Potsdam-Mittelmark:               16

Landkreis Teltow-Fläming:                           5

Stadt Brandenburg an der Havel:               7

Stadt Potsdam:                                                              6

außerhalb des Kammerbezirks:                59 (davon aus Berlin: 16)

Noch immer ist der Weg zum Meisterabschluss mit hohen finanziellen Hürden verbunden, denn die Kosten für die Meisterausbildung müssen die Meisterschülerinnen und Meisterschüler selbst tragen. Seit Jahren fordert das Handwerk deshalb eine Gleichstellung von Studium und Meisterausbildung bei der Kostenfreiheit.

Fotos:

Handwerkskammerpräsident Robert Wüst überreicht Friseurmeisterin Yvonne Schümann den Meisterbrief in ihrem Salon in Wustrau. 2019 ging sie den Weg in die Selbstständigkeit.

Für Dachdeckermeister Sven Fielitz ist es der zweite Meistertitel nach dem Zimmerermeister. Mit dem neuen Meistertitel kann er sein Angebotsportfolio für die Kundschaft erweitern.

%d Bloggern gefällt das: