Verteidiger des Glaubens – Filmgespräch mit Regisseur Christoph Röhl

Über den Mann, der einst Papst Benedikt XVI war, hat Regisseur Christoph Röhl die Dokumentation VERTEIDIGER DES GLAUBENS gedreht, den das Thalia am Donnerstag, 31. Oktober, um 16.30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs zeigt. Ebenfalls zu Gast ist die katholische Theologin Daniela Schmidt von der Uni Potsdam. Beide Gäste stellen sich im Anschluss an den Film den Fragen des Publikums.

Karten gibt’s unter www.thalia-potsdam.de, telefonisch unter 0331- 743 70 20 oder direkt an der Kinokasse.

Zum Film: Geboren als Joseph Aloius Ratzinger im Jahr 1927, wurde er als Benedikt XVI im Jahr 2005 der erste deutsche Papst seit 1523 und der zweite Papst in der Geschichte, der freiwillig von seinem Amt zurücktrat (2013). Wegbegleiter nennen das inzwischen 92-jährige einstige Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche einen bemerkenswert wirklichkeitsfremden Menschen. Kaum jemand beschreibt ihn als den bescheidenen Gelehrten, als den er sich selber sah. Im Gegenteil: Dieser Papst führte die katholische Kirche in die größte Krise, die sie je erlebte. Denn er kämpfte für den Erhalt der rein konservativen katholischen Lehre. Unter seiner Ägide waren viele seiner engsten Vertrauten und Berater in die Verschleierung der globalen Missbrauchskrise und des großen Korruptionsskandals beteiligt.

Zu Christoph Röhl: Der deutsch-britische Regisseur wurde 1967 geboren, studierte in Manchester Geschichte und Germanistik, in den 1990er Jahren Regie und Drehbuch in Berlin. Mit „Und wir sind nicht die Einzigen“ drehte er 2010 einen Dokumentarfilm über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule, an der er Ende der 1980er Jahre als Englisch-Tutor tätig war. Im Jahr 2014 erhielt Röhl den World Childhood Foundation Award aus den Händen der schwedischen Königin Silvia für seine hervorragenden Leistungen im Kampf gegen sexuellen Missbrauch in Deutschland.

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