VHS bietet wieder Vorträge im Livestream an

Themen sind Verschwörungstheorien, Entwicklung des Glaubens und Aufgaben der Medien

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Volkshochschule im Bildungsforum (VHS) ihr Kursangebot im Präsenzbetrieb (bis auf Integrationskurse und Firmenschulungen) eingestellt. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sich online fortzubilden – und das sogar kostenlos. Die VHS bietet regelmäßig Vorträge im Live-Stream. Die Themen der Vorträge im Dezember sind:

Verschwörungstheorien: Charakteristika, Funktionen, Folgen

Am Dienstag, 1. Dezember, geht es im Vortrag von Professor Dr. Michael Butter von der Universität Tübingen um Verschwörungstheorien. Anhand aktueller und historischer Beispiele gibt er eine Einführung in das Wesen und die Wirkung des konspirativen Denkens. Es geht auch um die Fragen, ob Verschwörungstheorien in den vergangenen Jahren zugenommen haben oder ob sie durch das Internet nur sichtbarer geworden sind, ob sie langsam in die Mitte der Gesellschaft zurückkehren, die Demokratie gefährden und wie man mit ihnen umgehen kann. Der Wissenschaftler koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind.

Das Zeitalter des Glaubens: Aufstieg und Niedergang der vertrauten Form von Religion

Der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann befasst sich am Donnerstag, 10. Dezember, mit dem „Zeitalter des Glaubens“. Das umfasst die Emanzipation der Religion vom Staat um 500 v. Chr., das frühe Judentum und die Emanzipation des Staates von der Religion im 18. und 19. Jahrhundert. Die spannende Entwicklung betrachtet der Wissenschaftler, der 2018 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, aus der Perspektive der Ägyptologie.

Journalismus statt Panik: Von der besonderen Aufgabe der Medien in besonderen Zeiten

In Zeiten von Pandemie und Verschwörungstheorien wird „den Medien“ oft der Vorwurf gemacht, Panik zu verbreiten. Was ist an diesen Vorwürfen dran? Welche Verantwortung und Verpflichtung haben Journalistinnen und Journalisten in diesen besonderen Zeiten? Darüber diskutieren Lena Kampf und Georg Mascolo von der Süddeutschen Zeitung (SZ) am Dienstag,15. Dezember.

Alle Vorträge finden von 19.30 Uhr bis 21 Uhr statt.

Die Zugangsdaten gibt es nach Anmeldung bei der VHS unter vhsinfo@rathaus.potsdam.de.

Weitere Informationen und Vorträge gibt es online unter vhs.potsdam.de.

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