Vier neue Covid-19-Infektionen in Cottbus/Chóśebuz bestätigt – Auswirkungen auf das Carl-Thiem-Klinikum

Die Zahl der Covid-19-Infektionen in Cottbus/Chóśebuz ist weiter gestiegen.
Mit Stand 05.10.2020, 12:00 Uhr, sind kumulativ 61 Fälle labordiagnostisch
bestätigt. Das sind vier Fälle mehr als am Sonnabend, als zwei Fälle
registriert wurden.
Betroffen davon sind das Carl-Thiem-Klinikum sowie dessen Medizinische
Schule. Das kommunale Klinikum reagierte unverzüglich mit umfangreichen
Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ausbreitung einzudämmen bzw. zu
verhindern. Das CTK hat dazu eine extra Pressemitteilung veröffentlicht.
Darüber hinaus mussten mehr als 100 Personen in Quarantäne geschickt
werden. Darunter sind 13 Beschäftigte des Rettungsdienstes der Stadt
Cottbus/Chóśebuz. Die Einsatzfähigkeit bleibt gewährleistet; die Wachen Besetzungen wurden strikt getrennt.
Das Gesundheitsamt der Stadt arbeitet intensiv an der Rückverfolgung von
Kontakten der infizierten Personen. Weitere Testergebnisse werden in den
nächsten Tagen erwartet.
Der Verwaltungsstab der Stadt Cottbus/Chóśebuz nimmt die täglichen
Telefonkonferenzen wieder auf, um ein umfassendes Bild von der Situation
zu haben und weitere Strategien abzustimmen.
Der Stab mahnt eindringlich, die geltenden Hygiene- und Abstandregelungen
zu beachten, darunter als wesentlichen Baustein das Tragen einer MundNasen-Bedeckung. Darüber hinaus gibt es weitere dringende Empfehlungen:
– Wer meint, Kontakt zu infizierten Personen gehabt zu haben oder
Symptome verspürt, meldet sich umgehend beim Gesundheitsamt der
Stadt Cottbus/Chóśebuz unter der Telefonnummer 0355 612 3200
(Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr).
– Tests auf eine Covid-19-Infektion sind erst geboten, wenn
unmittelbarer Kontakt zu bestätigt infizierten Personen bestanden hat.
– Es empfiehlt sich die Nutzung der Corona-App.

 

Am Carl-Thiem-Klinikum werden derzeit vier Patienten mit Covid-19 behandelt.
Zudem sind neun Mitarbeiter des CTK positiv auf Corona getestet worden. Um eine weitere
Ausbreitung des Virus zu verhindern, hat der Krisenstab des CTK folgende Maßnahmen
beschlossen:
– bis auf Weiteres sind keine Besuche mehr möglich
– zunächst werden bis einschließlich 9. Oktober 2020 keine geplanten Patienten mehr
aufgenommen und auch keine geplanten Operationen durchgeführt
– Notfälle und Tumor-Patienten werden weiterhin behandelt
– Schließung aller Ambulanzen und Tageskliniken am Standort Carl-Thiem-Klinikum
– Lediglich die MVZ-Praxen im Haus 7 (Haupteingang) und die Corona-Abstrichstelle
bleiben geöffnet
– das Sozialpädiatrisches Zentrum bietet keine Sprechstunden an
– die Medizinische Schule setzt mit dem Unterricht aus
– Väter dürfen bei der Geburt im Kreißsaal dabei sein
– freiwillige Abstriche sind derzeit nicht möglich (Verdachtsfälle werden weiterhin im
Abstrichzelt getestet)
„Diese Maßnahmen sind drastisch aber in der aktuellen Lage unerlässlich. Wir testen
darüber hinaus unsere Mitarbeiter flächendeckend, um eine weitere Ausbreitung zu
verhindern. Als Maximalversorger in Südbrandenburg setzen wir alles daran, die
Notaufnahme weiterhin geöffnet zu lassen, um für unsere schwer kranken Patienten da zu
sein“, so CTK-Geschäftsführer Dr. med. Götz Brodermann.

%d Bloggern gefällt das: