#Vogelgrippe: Geflügelhalter müssen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen

Seit dem 30.10.2020 sind bereits mehr als 150 Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln an der Nord- und Ostseeküste sowie in Hamburg aufgetreten; an der Küste Schleswig- Holsteins wird ein hohes Aufkommen an toten Wasservögel beobachtet. Verschiedene europäische Länder melden zudem Ausbrüche des Erregers der auch als Geflügelpest bezeichneten Krankheit in Nutzgeflügelbeständen. Aus diesem Grund wird das Risiko der Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland als hoch eingestuft.
Im Stadtgebiet von Leverkusen gibt es aktuell zwar noch keinen Fall von Vogelgrippe. Dennoch weist das Veterinäramt alle Geflügelhaltungen – unabhängig von der Bestandsgröße – auf folgende verpflichtende Schutzmaßnahmen hin, die unbedingt zu beachten sind:
Eingänge zu den Geflügelhaltungen sind mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion zu versehen (Desinfektionswannen oder -matten)
Betreten der Geflügelhaltungen nur mit Schutzkleidung
Umfassende Reinigung und Desinfektion vor jeder Einstallung oder nach jeder Ausstallung von Geflügel sowie der Transportmittel für Geflügel (Fahrzeuge und Behältnisse)
Minimierung von direkten und indirekten Kontaktmöglichkeiten zwischen Geflügel und wilden Wasservögeln und natürlichen Gewässern
Geflügel nur an Stellen füttern, die für Wildvögel unzugänglich sind
Geflügel nicht mit Oberflächenwasser tränken, zu dem Wildvögel Zugang haben
Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahren
Führen eines Bestandsregisters (Muster befindet sich auf der Homepage: https://www.leverkusen.de/vv/produkte/FB39/Tierseuchen_bekaempfen.php  )
Jäger, die mit Federwild oder dessen Ausscheidungen in Berührung gekommen sind, sollten Kontakt zu Geflügel vermeiden
Geflügelhaltungen, die noch nicht angemeldet sind – auch Hobbyhaltungen – sollten dies schnellstmöglich bei der Tierseuchenkasse und dem Veterinäramt nachholen. Kommt es zu vermehrten Todesfällen in Geflügelhaltungen, muss das Veterinäramt sofort informiert werden.
Bürgerinnen und Bürger, die auffällige bzw. unnormale Verhaltensweisen bei Wasservögeln (z.B. unkoordiniertes Kopfkreisen) beobachten oder tote Wildvögel auffinden, werden gebeten, dies umgehend dem Veterinäramt mitzuteilen, um eine effektive Früherkennung zu ermöglichen. Tote Vögel sollten dabei auf keinen Fall angefasst oder aufgehoben werden!
Für weitere Fragen und Informationen steht das Veterinäramt telefonisch unter 0214/406-3901 oder über die E-Mail-Adresse 39@stadt.leverkusen.de  zur Verfügung.
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