Wasserentnahmen mit Pumpen aus Oberflächengewässern in Cottbus/Chóśebuz zwischen 08:00 und 20:00 Uhr untersagt

Aufgrund der außergewöhnlich langanhaltenden Trockenheit in den
vergangenen drei Jahren und der gegenwärtig hohen Temperaturen und
geringen Niederschläge konnte keine Entspannung der
Niedrigwassersituation in Grund- und Oberflächengewässern eintreten. Daher
sind Einschränkungen bei der Entnahme von Waser mittels Pumpen aus
Oberflächengewässern im Stadtgebiet unumgänglich.
Relevante Abflüsse im Gebiet der Spree fielen in den zurückliegenden Tagen
unter die Schwellenwerte, so der zur Niedrigwasserbewirtschaftung im
Spreegebiet maßgebende Bezugspegel in Leibsch unter den Schwellenwert
von 2,5 m³/s. Da die Wetterprognose keine ausreichenden Niederschläge
erwarten lässt und eine Verbesserung der meteorologisch-hydrologischen
Situation vorerst nicht abzusehen ist, erlässt die Stadt Cottbus/Chóśebuz als
untere Wasserbehörde per Allgemeinverfügung ein zeitlich befristetes
Wasserentnahmeverbot aus allen Oberflächengewässern des Stadtgebietes.
Die Veröffentlichung dieser Allgemeinverfügung erfolgt im Internet am
23.06.2021 unter https://www.cottbus.de/entnahmeverbot. Inhalt der
Allgemeinverfügung ist eine befristete Einschränkung des Eigentümer- und
Anliegergebrauchs und von wasserrechtlich erlaubten Entnahmen aus
Oberflächengewässern. Die Entnahme von Wasser aus
Oberflächengewässern mittels Pumpvorrichtung wird hierbei in der Zeit von
08:00 Uhr bis 20:00 Uhr untersagt.
Diese Verfügung wird in ähnlicher Form im Bereich der Spree in den
Landkreisen Dahme Spreewald, Oberspreewald Lausitz und Spree-Neiße
erlassen. Durch die untere Wasserbehörde kann eine Ausnahme von den
Verboten erteilt werden, wenn die Auswirkungen auf die Ordnung des
Wasserhaushalts und den Schutz der Natur nicht erheblich oder nachhaltig
sind oder wenn die Regelungen zu einer unbilligen Härte führen würden.
Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung können mit bis zu 50.000 Euro
Bußgeld geahndet werden.

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