Wasserschutzpolizei führt am Freitag.21. Juni 2019 und Samstag, den 22. Juni 2019 Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung von Verstößen durch Wassermotorräder auf den Binnengewässern rund um Potsdam durch

Wie bereits bei der Veranstaltung, zur Eröffnung der Wassersportsaison in der Polizeidirektion West, im April 2019 angekündigt, führte die Wasserschutzpolizei, der Polizeidirektion West, im Zusammenwirken mit Einsatzkräften der Wasserschutzpolizei des Landes Berlin, an den vergangenen zwei Tagen einen geplanten Schwerpunkteinsatz, zur Erhöhung der Sicherheit auf den Potsdamer Havelgewässern durch. Hauptkontrollschwerpunkt waren Nutzer von Wassermotorrädern, denen es nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist, ihre Gefährte auf Binnengewässern zu benutzen (WassermotorradVO)

Den länderübergreifenden Einsatz der Wasserschutzpolizeien Potsdam und Berlin unterstützten außerdem verschiedene Einsatzkräfte anderer Organisationseinheiten. So überwachte der Polizeihubschrauber die Havelgewässer aus der Luft, und konnte schnell in einem großen Gebiet nach Wassermotorrädern Ausschau halten und den auf dem Boden gebliebenen Einsatzkräften den Weg weisen. Der Krad- und Eskortendienst, unserer Verkehrspolizei war mit ihren wendigen Motorrädern schnell auch an schwer zugänglichen Ufergebieten zur Stelle. Sie konnten beispielsweise am Freitag, zwei mit Jet-Surfboards fahrende Männer kontrollieren, die sich zuvor einer Kontrolle auf dem Wasser entzogen, in dem sie im Bereich der Glienicker Brücke ans Ufer fuhren, dort ihre Boards nahmen und dachte so landwärts verschwinden zu können.

Auch kam eine neue Einsatztechnik der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Eine mit Zoomkameras bestückte Drohne überwachte aus großer Höhe ein weitläufiges Landschaftsgebiet und konnte so, parallel zum Einsatz des Polizeihubschraubers erkennen, ob und wo sich die sogenannten Wassermotorräder befanden.

Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West: „In unserer Kontrolloffensive wollen wir besonders diejenigen kontrollieren, die sich im Irrglaube auf unseren Wasserstraßen bewegen, dass dort für sie weder Regeln noch Vorschriften gelten. Wir wollen, dass die Leute Spaß am Wassersport haben und ihn sicher ausführen können. Erholungssuchende sollen sich am Aufenthalt an/auf Brandenburgs Gewässern erfreuen, ohne sich ihre Freizeit von einigen „Chaoten“, mit ihren hochmotorisierten Wasserflitzern vermiesen lassen zu müssen.“

Wassermotorräder, oder im Volksmund auch Jetskis genannt, verleiten, aufgrund ihrer Motorisierung und der bauartbedingten Wendigkeit zum risikoreichen Fahren. Das Missachten geltender Vorschriften auf Brandenburgs Binnengewässern stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Bußgeldern in Höhe von mehreren Hundert Euro geahndet werden können. Genaueres regelt die Wassermotorräder-Verordnung. Die Anzahl festgestellter Wassermotorräder hat in den vergangenen Jahren auf unseren Binnenwasserstraßen enorm zugenommen. Dort macht das Fahren mit den Sport- und Freizeitgeräten sicherlich mindestens ebenso viel Spaß, wie es das auf offenen Küsten- und Meeresgewässern macht, birgt hier jedoch ein erheblich höheres Gefahren- und Belästigungspotential. Angefangen vom Uferbewuchs, der durch den hohen Wellenschlag gefährdet wird, werden insbesondere auch Schwimmer, Badende aber auch Erholungssuchende nicht unerheblichen Gefahren sowie Belästigungen ausgesetzt. Gehäufte Beschwerden von Wassersportlern und Anwohnern, entlang der über 300km schiffbaren Wasserstraße in Bereich der Polizeidirektion West, sind Wassermotorräder zum Schwerpunktthema geworden, mit dem sich die Kollegen tagtäglich beschäftigen.

Im Ergebnis des zweitägigen Schwerpunkteinsatzes wurden insgesamt 69 Wasserfahrzeugekontrolliert. Darunter befanden sich neun Wassermotorräder und zwei Jet-Surfboards. Insgesamt ahndeten die Kolleginnen und Kollegen 28 Ordnungswidrigkeiten, von denen zehn in ein Bußgeldverfahren mündeten.

Die Mehrzahl der festgestellten Verstöße waren erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen in Verbindung mit unzulässiger Fahrweise, außerhalb dafür freigegebener Strecken, durch Wassermotorräder. Diese Verstöße wurden zunächst durch Aufklärungsmaßnahmen des Polizeihubschraubers bekannt und beweiskräftig dokumentiert, bevor eine anschließende Kontrolle und die Einleitung eines Bußgeldverfahrens eingeleitet werden konnte.

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