Weiteres Verfahren zum Schulstandort Waldstadt-Süd vorgeschlagen

Weiteres Verfahren zum Schulstandort Waldstadt-Süd vorgeschlagen

Bürgerinformationsveranstaltung am 22. August im Humboldt-Gymnasium geplant

Für die Diskussion um den Schulstandort Waldstadt-Süd schlägt die Stadtverwaltung weitere Verfahrensschritte vor. Diese werden in einer Mitteilungsvorlage am 14. August in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht (19/SVV/0723).

Im Süden der Waldstadt sollen eine Gesamtschule, eine Förderschule, eine Kita und wettkampftaugliche Sportanlagen entstehen. Da das Landschaftsschutzgebiet südlich der Bebauung am Caputher Heuweg nicht für die Errichtung von Gebäuden in Anspruch genommen werden soll, hatte das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) das Mitte 2018 beschlossene städtebauliche Konzept „Synergien im Wald“ abgelehnt. Dadurch war eine Neukonzeption notwendig, um die Bedarfe auch außerhalb des Landschaftsschutzgebietes realisieren zu können.

„Wir wollen sicherstellen, dass das Gebäude für die Gesamtschule zum Schuljahr 2024/25 in Betrieb genommen werden kann“, sagt Harald Kümmel vom Büro für integrierte städtische Planungen und Projekte, das die Standortentwicklung in der Stadtverwaltung koordiniert. „Eine weitere Verzögerung von Entscheidungen gefährdet die rechtzeitige Bereitstellung sozialer Infrastruktur.“

Um die mit dem Bebauungsplanverfahren Nr. 142 „Schulstandort Waldstadt-Süd“ verbundene rechtzeitige Schaffung von Baurecht nicht zu gefährden, hat die Stadtverwaltung über die Sommerpause ausstehende fachliche Prüfungen fortgesetzt. Dazu zählt vor allem die Erarbeitung eines neuen städtebaulichen Konzeptes für die soziale Infrastruktur außerhalb des Landschaftsschutzgebietes. Die Ergebnisse sollen noch im August 2019 vorliegen.

Offen blieb in der Diskussion vor der Sommerpause, ob die Landeshauptstadt auf den Bau der wettkampftauglichen Sportanlagen verzichtet, um weniger Waldfläche in Anspruch zu nehmen. Ein entsprechender Fraktionsantrag (19/SVV/0193) wurde jedoch von der Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause nicht entschieden, sondern am 8. Mai 2019 zurückgestellt.

Um die Entwürfe mit und ohne wettkampftaugliche Sportanlagen öffentlich diskutieren zu können, lädt die Stadtverwaltung am 22. August, um 18 Uhr zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in das Humboldt-Gymnasium ein. Der Bürgerinitiative und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, den Anliegern und den Fraktionen werden dort die Entwürfe vorgestellt, sodass in den Ausschussberatungen und schließlich in der Stadtverordnetenversammlung am 11. September 2019 eine abschließende Beratung des Fraktionsantrages, gegebenenfalls mit der Vorzugsvariante des städtebaulichen Entwurfs, möglich wird. Anschließend kann der Kommunale Immobilienservice den hochbaulichen Wettbewerb für das Gebäude der Gesamtschule beginnen und das Bebauungsplanverfahren kann fortgesetzt werden.

Bereits mit dem Schulentwicklungsplan 2014 war der Standort Waldstadt Süd für die Errichtung einer Gesamtschule wegen wachsender Schülerzahlen vorgesehen gewesen. Auch der Neubau der Förderschule, die vom Schlaatz in einen funktionaleren Neubau umziehen soll, war bereits damals vorgesehen. Das Gebäude am Schlaatz soll anschließend für ein Gymnasium umgebaut werden. Zur Sicherung der bedarfsgerechten Versorgung mit Sportanlagen gemäß Sportfördersatzung werden dringend neue wettkampftaugliche Sportfreianlagen benötigt, die vor allem im Potsdamer Norden aber auch im Potsdamer Süden errichtet werden sollen.

„Der Standort Waldstadt Süd zeichnet sich durch eine hervorragende Verkehrsanbindung mit dem ÖPNV aus. Er ist der vorhandenen Wohnbebauung räumlich zugeordnet und kann durch sinnvolle Ergänzung des Wohngebietes Waldstadt II auch die Grünwegeverbindungen in den angrenzenden Landschaftsraum schaffen. Der neue städtebauliche Entwurf soll die Vorgaben des Ministeriums erfüllen und die beste Lösung aufzeigen, die auch die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner aufnimmt“, so Harald Kümmel.

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