„Weltspiegel“ am 24. Oktober 2021, 19:20 Uhr vom NDR im Ersten

Geplante Themen:
Spanien/La Palma: Glühende Lava bedroht das Inselleben
Vor einem Monat wurde der Cumbre Vieja auf La Palma wieder aktiv. Erstmals seit 50 Jahren. Nun ist der Vulkan wieder ausgebrochen, ein heißer Lavastrom ergießt sich ins Tal, zerstört Häuser, Kirchen, Schulen. 7000 Menschen mussten ihre Wohnung verlassen. Hoteliers fürchten um ihre Existenz, Bananen-Anbauer um ihre Ernte. Die Bewohner sind erschöpft und resigniert. (Autor: Stefan Schaaf, ARD-Studio Madrid)
Taiwan: Neues Säbelrasseln
Pünktlich zum Nationalfeiertag Anfang Oktober hat Peking mehr als 150 Kampfflugzeuge in den taiwanesischen Luftraum geschickt. Gleichzeitig kündigt Chinas Präsident Xi einmal mehr die vermeintliche „Wiedervereinigung“ Taiwans mit Festlandchina an. Eine Machtdemonstration, um die Menschen auf Taiwan einzuschüchtern, denn die Insel wird selbstbewusster. China betrachtet das demokratische Taiwan als „abtrünnige Provinz“. Der Inselstaat ist wirtschaftlich wichtig, anerkannt in der internationalen Gemeinschaft und trainiert die eigenen Militärs immer offensichtlicher auch mit Hilfe der USA. Droht ein neuer Kalter Krieg? (Autor: Ulrich Mendgen, ARD-Studio Tokio)
Hierzu auch der „Weltspiegel“-Podcast mit Philipp Abresch
Hongkong: Exodus nach Europa
Monatelang haben die Hongkonger gegen das chinesische „Sicherheitsgesetz“ protestiert. Sie befürchteten dadurch eine Einschränkung ihrer Freiheitsrechte. Und sie hatten Recht: Mit seinem Inkrafttreten zum Jahresbeginn hat sich die Lage in Hongkong extrem verschärft. Mindestens 50 Aktivisten wurden verhaftet, die oppositionelle Zeitung „Apple Daily“ eingestellt und selbst die Diskussion politischer Probleme in den Hörsälen wird zum Risiko. „Ich bin mir nicht sicher, dass ich einen fairen Prozess bekommen würde“, sagt Five, ein junger Hongkonger, der nach Großbritannien ausgewandert ist. Hier gibt es eine große Exilgemeinde von Hongkong-Chinesen, die den Flüchtlingen das Ankommen erleichtern. (Autor: Sven Lohmann, ARD-Studio London)
Dominikanische Republik: Gerechtigkeit für Säureopfer
Die Niedertracht hat einen Namen: „Teufelssäure“. So heißt das Gemisch, mit dem Täter ihre Opfer übergießen, um sie fürs Leben zu zeichnen. Oft sind es verlassene Ehemänner, enttäuschte Liebhaber, die den Auftrag erteilen. So wie bei Yocairi Amarante: „Ich werde traurig, wenn ich daran denke, wie ich früher aussah und wie ich jetzt aussehe. Ich versuche aber nicht an das Vergangene zu denken. Ich versuche, es hinter mir zu lassen, zu sagen, ich sehe gut aus, wie ich bin.“ Doch das klappt nicht immer. Zweimal versuchte Yocairi, sich das Leben zu nehmen. Früher kamen Täter oft ungestraft davon. Doch in der Dominikanische Republik wächst der gesellschaftliche Widerstand gegen die Säureattacken. In Yocairis Fall wurden die Täter nun zu Höchststrafen verurteilt. Sie müssen für 30 Jahre ins Gefängnis. (Autorin: Xenia Böttcher, ARD-Studio Mexiko)
Kongo: Illegale Abholzung – Afrikas Regenwald ist in Gefahr
Der Regenwald im Kongobecken ist der zweitgrößte der Welt. Hier sind riesige Mengen Kohlendioxid gespeichert, deshalb ist er unverzichtbar für den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Doch der Regenwald ist in großer Gefahr. Unter anderem, da es die Regierung nicht schafft, illegale Rodungen zu unterbinden. Das Kontrollsystem in dem von Korruption gebeutelten Staat ist löchrig, und die Kontrolleure haben kaum Transportmittel zur Verfügung. Mitten im Regenwald, in der Nähe der Stadt Mbandaka versucht ein Dorf, sich nun selbst gegen die illegalen Rodungen zu wehren. Der sechsfache Familienvater Papy Bonkale ist sogenannter „Waldbeobachter“. Mehrmals im Monat gehen er und seine Mitstreiter rund ums Dorf auf Patrouille, um illegale Rodungen aufzuspüren. Werden sie fündig, schicken sie einen Alarm an staatliche Stellen. In ihrem Gebiet im Norden sind es chinesische Holzfirmen, die sich nicht an die Vorgaben halten. Papy Bonkale ist nicht prinzipiell gegen die Bewirtschaftung des Waldes, aber das rücksichtlose Verhalten der Firmen macht ihn wütend: „Natürlich, die Anwesenheit einer Firma bringt Entwicklungsmöglichkeiten mit sich, aber wenn sie sich nicht an die Regeln halten, ist das negativ.“ (Autorin: Caroline Hoffmann, ARD-Studio Nairobi)
USA: Wo die Menschen gesund alt werden
Die Hoffnung auf ein ewiges Leben ist so alt wie die Menschheit. Milliardäre wie Amazon-Gründer Jeff Bezos oder auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg stecken viel Geld in die Alters- und sogar in die Unsterblichkeitsforschung. Dabei müssten sie nur nach Kalifornien fahren. Dort, in Loma Linda, werden die Menschen deutlich älter als im Rest der USA. Jane (103), James (82) und Christine (85) erzählen von ihrem Geheimrezept. (Autorin: Claudia Buckenmaier, ARD-Studio Washington)
Mehr Tipps von Hundertjährigen aus der ganzen Welt gibt es in der ARD Mediathek: „Das Geheimnis der Alten“.
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