„Weltspiegel“ am Sonntag, 26. Juni 2022, im Ersten

Geplante Themen:
Litauen: Überlebenskurse für Schüler
Statt ins Klassenzimmer geht es für Schüler:innen in Litauen ins Grüne. Auf dem Stundenplan stehen „Überlebenskurse“ in Krisenzeiten. Die Bedrohung durch den Ukraine-Krieg ist allgegenwärtig. Als einziges baltisches Land hat Litauen eine Grenze mit Belarus im Osten und mit der russischen Exklave Kaliningrad im Westen. Die Jugendlichen lernen Erste Hilfe, aber auch Tarnzelte aufzubauen. Litauens Bürgerwehr übernimmt den Unterricht. Und der kommt offenbar bei den Jugendlichen gut an: Viele wollen sich nach dem Schulabschluss auch für den Wehrdienst bei der litauischen Armee anmelden. (Autor: Christian Blenker/ARD Stockholm)
Brüssel: Neue Aufgaben für die Nato
Die Nato rückt zusammen, mit einem Tempo und Entschlossenheit, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Der Dauerkonflikt als Zukunftsprogramm? Mit einem Russland, das immer wieder mit seinen Nuklearwaffen droht? Der Krieg der letzten Monate hat den Blick geschärft. Tatsächlich kommen auf das Bündnis neue Aufgabe zu. Beim Nato-Gipfel in Madrid sollen zwei weitere Mitglieder aufgenommen werden, Schweden und Finnland. Eine Analyse kurz vor dem Nato-Gipfel in Madrid, der ein historischer werden könnte. (Autor: Markus Preiß / ARD Studio Brüssel)
Live Schalten zum G-7-Gipfel nach Elmau und nach Kiew
Mit Claudia Buckenmaier und Vassili Golod
Afghanistan: Leben unter Taliban
Vor fast einem Jahr haben die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Für die Menschen hat sich der Alltag seitdem deutlich geändert, vor allem aber verschlechtert. Frauen werden in vielen Lebensbereichen in ihren grundlegenden Rechten massiv eingeschränkt. Außerdem hat nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu wenig zu essen. Das aktuelle Erdbeben im Land verschärft noch die Versorgungslage. Eindrücke von ARD-Korrespondentin Sibylle Licht aus Kabul. (Autorin: Sibylle Licht/ARD Neu-Delhi)
Kanada: Landwirte am Limit
Hitzewelle, Waldbrände, Überflutungen, im letzten Jahr erlebten die kanadischen Farmer Rhonda McDonald und ihr Mann Wayne wie viele andere Landwirte auch in British Columbia, nahe Kamloops, einen Alptraum. Ihre Existenz war bedroht, doch sie gaben nicht auf, setzten auf einen Neuanfang. Der ehemalige Cowboy Reg soll ihnen und anderen Farmern helfen, die seelischen Nöte zu verarbeiten. Im Auftrag der kanadischen Regierung versucht man, auch psychologische Hilfe anzubieten, ohne Tabu und Stigma. Und die wird auch gerne angenommen. (Autorin: Christiane Meier/ARD New York)
Seychellen: Ranger retten Paradies
Für viele Touristen ist es eines der Traumziele: die Seychellen. Wer wirklich unberührte Natur sehen will, muss inzwischen hinaus fahren auf eine der mehr als 100 Inseln, die abseits der Touristenzentren liegen. Z. B. nach Cousin Island, nicht weit entfernt von der Hauptinsel Mahe mit mehr als 300000 Vögeln. Dass Naturschutz und Tourismus sich nicht ausschließen, ist vor allem dem Einsatz vieler Ranger auf den Seychellen zu verdanken, die für ihre Arbeit sogar preisgekrönt sind. (Autor: Norbert Hahn/ARD Nairobi)
Brasilien: Kicken für den Amazonas
Als Walter Lima mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus lag, kam ihm die Idee seines Lebens: die Gründung eines Fußballklubs für den Amazonas. 2021 wurde aus der Idee Realität. Seitdem spielt der „Amazônia Independente FC“ in der zweiten Liga des Amazonas-Bundesstaats Pará. Walter Lima, ein Fußballtrainer und -Manager, will damit ein Bewusstsein schaffen für den Erhalt des brasilianischen Urwalds. Seine Trikots sind aus recycelten PET-Flaschen. Darauf abgebildet sind bedrohte Tierarten des Amazonas. Er will außerdem eine Verbindung aufbauen zu den Urwald-Völkern. In dem Dorf Lago da Praia gründet er den ersten Stützpunkt seines „Amazônia Independente FC“. Er will die jungen Indigenen mit Hilfe des Fußballs für den Urwaldschutz begeistern. (Autor: Matthias Ebert/ARD Rio de Janeiro)
Weltspiegel-Podcast in dieser Woche: Afghanistan: Wohin steuert das Land?
Moderation: Janina Werner
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