Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 29. August 2021, um 19:20 Uhr vom WDR im Ersten

Geplante Themen:
Afghanistan: Der Abzug
Kurz vor dem Abzug der Westmächte blicken wir auf die tagesaktuelle Lage in Afghanistan. (AutorInnen: Oliver Mayer/Sibylle Licht)
Mali: Keine Ruhe im Krisenstaat
Auch in Mali verschärft sich die Sicherheitslage. Der UN-Einsatz im westafrikanischen Mali ist der größte deutsche Auslandseinsatz. Mehr als 15.000 malische Soldaten wurden in fast zehn Jahren im Kampf gegen Terroristen geschult. Die Zahlen sind beeindruckend. Das Ergebnis ist eher bescheiden, von Sicherheit im Krisenstaat keine Spur. Anders als die strukturierten Taliban in Afghanistan, sind die Gegner hier ganz unterschiedlich: Islamisten, Milizen, Dschihadisten, kriminelle Gruppen und die malische Armee selbst. Ein Erfolg dieser Mission ist nicht in Sicht. (Autor: Norbert Hahn/ARD Studio Nairobi)
Der Weltspiegel-Podcast zum Thema:
Wie sinnvoll sind Auslandseinsätze?
Moderation: Janina Werner
Syrien: Das Erstarken des IS
Nach der Machtergreifung der Taliban in Afghanistan befürchten auch andere Regionen das Erstarken des IS. Schon seit längerem verbreitet die IS-Miliz gerade in Ostsyrien um Deir Essor wieder Angst und Schrecken. Die Sorge ist groß, dass sie mit Unterstützung der Taliban nun noch stärker werden, sogar Aufwind spüren. Auch die kurdischen SDF-Kräfte sind in großer Sorge. ARD-Korrespondent Daniel Hechler reist in einige Dörfer, um die Stimmung dort zu zeigen, um mit betroffenen Familien sprechen. (Autor: Daniel Hechler/ARD Studio Kairo)
Ukraine: Was bedeutet Unabhängigkeit?
30 Jahre ist es her, dass die Ukraine unabhängig wurde; ein junges Land, das noch immer für diese Unabhängigkeit kämpfen muss. Zu Krieg und Militär haben die Ukrainer deshalb ein ganz eigenes Verhältnis. Anlässlich einer großen Militärparade zum Unabhängigkeitstag werden Soldaten und Kämpferinnen bejubelt, selbst das schwere Kriegsgerät. Die Krim ist annektiert, im Osten des Lands halten Separatisten Gebiete besetzt. ARD Korrespondentin Ina Ruck trifft zwei junge Veteraninnen, die für ihr Land gekämpft haben und die hoffen, dass die Ukraine ohne Einfluss von Russland oder irgendwem sonst seine Interessen fei vertreten und verteidigen kann. (Autorin: Ina Ruck/ARD Studio Moskau)
Polen: Schreien für Belarus
Sie schreit für die Freiheit, die 28-jährige Belarussin Jana Shostak lebt seit elf Jahren in Polen. Zur Präsidentschaftswahl vor einem Jahr reist sie in ihre Heimat, voll Hoffnung auf ein Ende der Ära Lukaschenko. Als der sich zum Sieger erklärt, nimmt sie an den Protesten teil. Inzwischen sind tausende Belarussen vor den Repressionen nach Polen geflohen. Vielen von ihnen hilft Jana Shostak. Sie organisiert Proteste in Polen, sammelt Spenden und schenkt Trost, auch den beiden Kindern Wania und Nastia, deren Eltern von Lukaschenkos Polizei verhaftet wurden. (Autor: Olaf Bock/ARD Studio Warschau)
Peru: Das Wellenschutzgesetz
Es ist einzigartig, das Wellenschutzgesetz in Peru. Naturschützer und Surfer haben sich mit Erfolg dafür eingesetzt. 33 Wellen sind schon geschützt, 1000 sollen es werden. Die Küste vor Peru ist ein weltberühmtes Surfparadies, und wo die Wellen brechen, ist auch die Natur unbeschadet. Klar wurde dies, als ein Bauprojekt in Lima einen berühmten Sandstrand zerstörte. Nicht nur die Wellen waren verschwunden, auch ein intaktes Ökosystem. Seevögel und das Leben im Wasser gibt es dort nicht mehr. Das Wellenschutzgesetz verhindert künftig solchen Kahlschlag. (Autor: Volker Schwenk/ARD Studio Rio de Janeiro)
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