Wissenstransfer, Vernetzung und ressourcenschonendes Wirtschaften: Agrar-Umweltminister Vogel und Staatssekretärin Boudon übergeben Fördermittel an Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung

Potsdam – Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister Axel Vogel und Staatssekretärin Anja Boudon haben heute einen Zuwendungsbescheid an das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung für die Koordinierungsstelle forschungsbasiertes Versuchswesen in Höhe von 447.200 Euro übergeben. Die Koordinierungsstelle wird damit um die Themen Klima und Bioökonomie erweitert.

 

Minister Axel Vogel: „Die Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen ist eine Querschnittssaufgabe, die nahezu alle Bereiche langfristig beschäftigen wird. Zugleich werden bereits vielfältige und innovative Wege gesucht und beschritten, um die sich weiter fortsetzende Klimakrise einzudämmen und nachhaltiger, ressourcen- und klimaschonender zu wirtschaften. Mit der Koordinierungsstelle für Bioökonomie und Klima stärken wir den Wissenstransfer und die praxisnahe Forschung, um Landwirtschaft und Gartenbau, aber auch die Lebensmittelindustrie für die kommenden Herausforderungen gut aufzustellen.“

Ziel der Koordinierungsstelle forschungsbasiertes Versuchswesen und Koordinierung Klima- und Bioökonomie ist die Schaffung von Möglichkeiten, um Praktikerinnen und Praktikern aus Landwirtschaft und Gartenbau Ergebnisse aus der Agrarforschung zugänglich zu machen und damit Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Neu ist der Ansatz, Projekte in direkter Zusammenarbeit mit Betrieben der Landwirtschaft zu initiieren, um auf kurzem Weg eine praxisnahe und anwendungsorientierte Forschung zu unterstützen, die ihren Namen verdient. Damit wird die Grundlage geschaffen für den Austausch zwischen Agrarwissenschaft und Praxis. Brandenburger Landwirtschaftsbetriebe werden damit vor dem Hintergrund der zunehmenden Klimaveränderungen dabei unterstützt, neue innovative Wege zu gehen und so auch künftig die Versorgung mit guten, regional produzierten Lebensmitteln weiter voran zu bringen.

Staatssekretärin Anja Boudon: „Klimaresilienteres Saatgut, angepasste Bewässerungsformen, der Einsatz von High-Tech in der Bewirtschaftung und in der Tierhaltung – in der Landwirtschaft und im Gartenbau haben viele Brandenburger Betriebe bereits effektive Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme vorgenommen. Die Koordinierungsstelle hat das Ziel der Vernetzung und des Austauschs von bestehenden Best Practice-Beispielen. Ich freue mich daher, dass wir die Stelle um die Elemente der Bioökonomie und Klima erweitern konnten, die Betriebe damit unmittelbar von den Erkenntnissen aus der Forschung profitieren können und sich zukunftssicher und ressourcenschonend aufstellen können.“

Die Koordinierungsstelle arbeitet mit landwirtschaftlichen Betrieben, Hochschulen, Forschungsstätten und Verbänden Hand in Hand. Sie versteht sich dabei als Initiator und steht für die Zusammenführung von notwendigen Aktivitäten im Bereich der Bioökonomie und des Klimaschutzes. Die Zusammenarbeit aller Akteure nachhaltig zu gestalten und damit den gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu begegnen, ist langfristiges Ziel der Arbeit.

Dabei geht es der Koordinierungsstelle um das Erkennen und Erschließen von Potenzialen der Bioökonomie innerhalb ökologischer Grenzen ebenso wie um das Erschließen, Erweitern, Vermitteln und Anwenden von Wissen über biologische Prozesse. Neben der Erforschung von nachhaltigen Ressourcen im Sinne der Bioökonomie, aber auch der Kreislauf- und Kaskadenwirtschaft, sollen Wege aufgezeigt werden, Treibhausgasemissionen systematisch zu verringern. Mit dem Projekt werden Fragestellungen der umweltgerechten Lebensmittelproduktion genauso wie die der nachhaltigen Landwirtschaft bearbeitet.

Das Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz hat sich die Aktivierung des landwirtschaftlichen Versuchswesens in Brandenburg auf seine Fahnen geschrieben. Landwirtinnen und Landwirten werden praxisnahe und spezifische Handlungs- und Planungsgrundlagen zur Verfügung gestellt. Sie werden so dabei unterstützt, ihre Betriebe für die Zukunft fit zu machen. Das Ministerium fördert daher, oftmals im Verbund mit anderen Partnern, Projekte, die vor allem auf die Anwendung und somit das Zusammenspiel zwischen Forschung, Wissenstransfer und Praxis ausgerichtet sind.

Das 1991 gegründete Institut für Lebensmittel und Umweltforschung e.V. in Bad Belzig ist eine der insgesamt acht Forschungseinrichtungen, die vom Agrar-Umweltministerium gefördert werden.

Die enge Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen – national und international – ermöglicht die komplexe anwendungsorientierte Forschung, die den Brandenburger Betrieben unmittelbar zugutekommt.

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