Woche der Wiederbelebung vom 20. bis zum 26. September

Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr Potsdam am Samstag auf dem Luisenplatz

Unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit findet jährlich die Woche der Wiederbelebung statt. In diesem Jahr von Montag, den 20. September, bis Sonntag, den 26.September. Ziel ist es, in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür zu stärken, wie wichtig Erste-Hilfe-Maßnahmen sind, insbesondere in sehr zeitkritischen Situationen, wie einer Wiederbelebung (Reanimation) nach Herz-Kreislauf-Stillstand. Der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Potsdam bietet in der Woche der Wiederbelebung an mehreren Tagen ein Programm an, um die Bevölkerung, als auch Mitarbeitende der Stadtverwaltung und deren Eigenbetriebe zu erreichen und die Maßnahmen der Laienreanimation zu erläutern und am Phantom zu üben.

In diesem Zusammenhang wird auch weiter das Konzept „KATRETTER“ beworben, welches zum 1. Juli 2021 in der Landeshauptstadt gestartet ist. Dieses basiert auf einer Smartphone-Anwendung (KATTRETTER App), mit deren Hilfe registrierte Ersthelfer durch die Rettungsleitstelle gezielt an einen Notfallort geleitet werden können, um dort vor Eintreffen des Rettungsdienstes erste Maßnahmen ergreifen zu können.

Am Samstag, den 25. September, sind Mitarbeitende des Rettungsdienstes der Berufsfeuerwehr Potsdam auf dem Luisenplatz und informieren interessierte Passanten, die im Notfall das Richtige tun möchten. Zusätzlich steht ein Rettungswagen zur Besichtigung bereit. Dort wird die Ausbildung der Rettungsdienstmitarbeitenden, sowie die Ausstattung und Möglichkeiten der Notfallversorgung durch die professionellen Helfer erläutert. Die Veranstaltung ist von 11 bis 15 Uhr geplant.

Ziel ist es, weitere Menschen zu befähigen, als Passanten oder Angehörige im Ernstfall sofort mit lebensrettenden Maßnahmen zu beginnen. Damit könnten in Deutschland jährlich 10.000 Leben gerettet werden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit für etwa 17 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Circa 20 Prozent dieser Menschen versterben plötzlich und unerwartet, man spricht dann von einem plötzlichen Herztod. In Deutschland wird die Häufigkeit des plötzlichen Herztods außerhalb eines Krankenhauses auf mindestens 66.000 Fälle pro Jahr geschätzt, was etwa 145 Menschen in der Landeshauptstadt Potsdam entspricht. Bei rund 34 Prozent der Betroffenen tritt dieses Ereignis im Alter unter 65 Jahren auf. Die betroffenen Personen verlieren das Bewusstsein, die normale Atmung setzt aus, gelegentlich treten krampfartige Bewegungen auf; nur etwa zehn Prozent überleben dieses Ereignis.

Im Jahr 2020 wurde in circa 40 Prozent dieser Einsatzfälle durch Laien eine Reanimation begonnen. Diese Zahl stagniert seit 2017, nachdem sie seit 2010 von etwas über zehn Prozent kommend, angestiegen war. Deutschland liegt damit auf dem neunten Platz in Europa, die Niederlande auf Platz eins erreichen dagegen eine Laienreanimationsquote von knapp 70 Prozent.

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