Wohin auf der Landesgartenschau?

Wegeleitsystem auf dem Gartenschaugelände getestet

Wer in den vergangenen Tagen über das Gelände der künftigen Landesgartenschau geschlendert ist, konnte sie nicht übersehen: An 22 Pfosten im Gelände sind derzeit provisorische Schilder angebracht, mit denen das künftige Wegeleitsystem für das 15 Hektar große Areal getestet werden soll. „Dieser Test ist wichtig, um unsere Planungen auf ihre Wirkung vor Ort hin zu überprüfen“, erklärt Susanne Noé, Gestaltungsbeauftragte der Landesgartenschau, die gemeinsam mit dem Bürgermeister Bernhard Knuth mehrere Testläufe über das Gelände gemacht hat. „So wird noch einmal klar, welche Attraktionen wirklich ausgewiesen werden müssen, welche grafischen Symbole wirken und wie die Beschilderung nachher in der Landschaft wirkt“, so die Designerin. „Wir wollen die Gartenschau schließlich nicht mit Schildern, Tafeln und Fähnchen zupflastern. Trotzdem muss der Gast aber intuitiv alles finden.“

So wurde beim Rundgang etwa schnell klar, dass von jedem Standort aus immer nur die nächstgelegene Toilette ausgeschildert werden sollte, da die Beschilderung sonst zu unübersichtlich würde. „Die Herausforderung ist dabei auch, dass die Schilder ja in alle Richtungen gut erkennbar sein müssen. Und wer nach einem langen Spaziergang über das Gelände eines der abendlichen Konzerte besucht, muss dann auch in der Dämmerung vom Festgelände den kürzesten Weg zum Parkplatz und den Bushaltestellen finden“, so Noé.

Auch andere Attraktionen wie das Cocktailschiff, die Spiellandschaft und natürlich die Gastronomie sind testweise ausgeschildert. „Am Wochenende hat das kurz bei Spaziergängern für Verwirrung gesorgt“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. „Auf den Testschildern ist ja ein Café ausgewiesen. Bei bestem Sonnenschein in unserem bereits blühenden Gelände haben sie sich gefreut, noch einen schönen Espresso trinken zu können. Diese Freude mussten wir vorerst dämpfen.“ Aktuell wird das Gebäude für die Hauptgastronomie, die der Spargel- und Erlebnishof betreiben wird, errichtet. Ab dem 14. April wird man dort wie auch auf vielen anderen Standorten auf dem und um das Gartenschaugelände herum nach Herzenslust schlemmen können, an 201 Tagen bis zum 31. Oktober. Die Testbeschilderung wird in den kommenden Tagen abgebaut. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weitere Planung des Wegeleitsystems mit ein, sodass jeder Gast im kommenden Jahr auch direkt an sein Ziel laufen kann.

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