Woidke gratuliert DDR-Bürgerrechtlerin Zupke zur Wahl als SED-Opferbeauftragte des Bundestages

Ministerpräsident Dietmar Woidke gratuliert der DDR-Bürgerrechtlerin Evelyn Zupke zur Wahl als SED-Opferbeauftragte des Bundestages. Das Parlament hatte heute mit großer Mehrheit für die 59-Jährige gestimmt.  Sie gehörte zur Oppositionsbewegung in der DDR und war an der Aufdeckung des Wahlbetruges bei den DDR- Kommunalwahlen am 07. Mai 1989 beteiligt.

 

In dem Schreiben Woidkes heißt es: „Es bleibt notwendig, die Erinnerung an DDR-Unrecht wachzuhalten und das Geschehene aufzuarbeiten. Durch das neu geschaffene Amt finden in der DDR Verfolgte mit ihren Anliegen auch weiterhin Gehör. Ich bin mir sicher, dass Sie das nötige Einfühlungsvermögen und die Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit den Betroffenen haben. Für Ihre Arbeit wünsche ich Ihnen viel Schaffenskraft. Sie haben dabei meine volle Unterstützung. Ich lade Sie herzlich zu einem Besuch nach Potsdam ein, auch zu Gesprächen mit Betroffenen.“

Woidke dankt dem scheidenden Behörden-Chef Roland Jahn für dessen engagierte und fachkundige Arbeit: „Die Behörde hat unter Ihrer Leitung eine zentrale Aufgabe beim Umgang mit dem DDR-Regime geleistet. Auch wenn nun eine Ära zu Ende geht, so wird doch kein Schlussstrich unter dieses Kapitel unserer Geschichte gezogen.“

Die nach der Wiedervereinigung gegründete Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen läuft nach 30 Jahren aus, die Akten werden ins Bundesarchiv überführt und bleiben dort weiter zugänglich. In diesem Zug endet auch das Amt des Beauftragten für die Stasi-Unterlagen.

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