Woidke und Ernst gratulieren zu Bronze: Cottbuser Radsportlerin Denise Schindler holt erste Medaille für deutsches Team bei den Paralympischen Spielen in Tokio

Bahnrad-Spezialistin Denise Schindler vom Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein Cottbus (BPRSV) holte heute in der Verfolgung der Klasse C3 über 3.000 Meter Bronze. Es ist die erste Medaille für Deutschland und Brandenburg bei den Paralympischen Spielen in Tokio. Dafür erntet sie herzliche Glückwünsche von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Sportministerin Britta Ernst:

Woidke unterstrich in einem Gratulationsschreiben: „Im Namen vieler Brandenburger Radsportfans gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Für die deutsche Mannschaft und unser elfköpfiges Team Brandenburg ist dieses Edelmetall ein toller Auftakt. Ich freue mich sehr, dass sich Ihr hartes Training gleich im ersten Rennen ausgezahlt hat. Mit Blick auf diese Medaille bekommt der Titel Ihres Buches ‚Vom Glück, Pech zu haben‘ eine sportliche Bedeutung. Wer nach einem schweren Unfall eine der besten Radrennfahrerinnen der Welt wird, nimmt seinen Weg unbeirrt, gegen alle Widerstände.“

Ernst betonte: „Ich freue mich sehr, dass eine Brandenburgerin die erste Medaille für Deutschland bei diesen Paralympischen Spielen gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch! Ich bin gespannt, wie es weitergeht.“

Denise Schindler verlor als Zweijährige bei einem Unfall mit einer Straßenbahn einen Unterschenkel. In Tokio gewann sie erstmals eine Paralympics-Medaille auf der Bahn. Auf der Straße hatte sie schon bei den Paralympics in London und Rio de Janeiro insgesamt drei Medaillen gewonnen. In Tokio stehen nach der Verfolgung auf der Bahn noch zwei Rennen auf der Straße an. Dafür drücken Woidke und Ernst die Daumen, auch weil Denise Schindler eine Beschäftigte der Landesregierung ist. Im Rahmen der vor vier Jahren in der Landesverwaltung geschaffenen zehn Sportförderstellen für paralympische und olympische Sportlerinnen und Sportler arbeitet die 35-Jährige im Büro des Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten in Cottbus. Diese duale Beschäftigung ermöglicht ihr, Leistungssport und Beruf optimal miteinander zu verbinden.

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