Woidke verleiht Fahnenband des Ministerpräsidenten an Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam trägt seit das Fahnenband des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg. Regierungschef Dietmar Woidke befestigte das Fahnenband bei einem feierlichen Appell an der Truppenfahne. Das Fahnenband ist die höchste Auszeichnung, die der Bundespräsident oder die Ministerpräsidenten einem Militärverband in Bataillons-Stärke verleihen können.

 

Woidke betonte: „Das Fahnenband symbolisiert die enge Bindung zwischen einem Bundeswehrverband und Brandenburg. Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften ist ein einzigartiger Teil der Bundeswehr und bedeutender Partner Brandenburgs. Forschung und Bildung sind maßgeblich für die Soldatinnen und Soldaten und unerlässlich für eine Armee, die aktiv den Kontakt zur Zivilgesellschaft sucht. Unsere Soldatinnen und Soldaten erhalten durch die Arbeit des Zentrums einen unentbehrlichen Kompass für ihre Einsätze. Politik und Zivilgesellschaft bekommen Antworten auf die aktuellen Fragen der Zeit. Die Bundeswehr wird durch die Arbeit des Zentrums sichtbar und präsent. Damit schaffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas Unbezahlbares: Vertrauen. Denn dank ihres Engagements ist die Arbeit der Armee transparent und nachvollziehbar. Das ist unersetzlich für eine Parlamentsarmee.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften ist in seiner Art weltweit einmalig. Ich bin sehr dankbar, dass es seinen Sitz in Potsdam hat. Die Forschung strahlt weit über Brandenburg hinaus. Allen Erkenntnissen inne wohnt die wichtigste Lehre aus vergangenen Kriegen: nie wieder Krieg, nie wieder Hass. Umso erschütterter bin ich, dass der Krieg durch den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands gegen die Ukraine in seiner ganzen Brutalität nach Europa zurückgekehrt ist. Vielen Menschen in unserem Land bereitet das Angst und Sorge. Viele wenden sich der Bundeswehr zu. Dabei ist klar: Auf unsere Soldatinnen und Soldaten ist Verlass. Sie sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform. Sie sind im äußersten Falle bereit, das Wertvollste zu geben, was ein Mensch überhaupt besitzt: das eigene Leben. Ich möchte das Fahnenband auch als sichtbares, unverbrüchliches Zeichen unserer Anerkennung und Solidarität verstanden wissen. Als klares Bekenntnis zur Bundeswehr. Wir brauchen Sie. In unruhigen Zeiten wie in Zeiten der Stabilität.“

Oberst Dr. Sven Lange, Kommandeur des ZMSBw sagte: „Die Verleihung des Fahnenbandes des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg ist eine große Auszeichnung für das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Sie ist nicht nur äußeres Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit dieser Ressortforschungseinrichtung, sondern auch Beleg für die enge Verbundenheit der Dienststelle mit dem Land Brandenburg und seiner Landeshauptstadt Potsdam. Nicht nur für seine Soldatinnen und Soldaten, sondern für alle Angehörigen des Zentrums hat dieses Fahnenband eine besondere Bedeutung. Unsere Fahne symbolisiert unser Haus und es symbolisiert unseren Auftrag, die Ergebnisse unserer Forschung gleichermaßen der Bundeswehr und den Streitkräften, wie auch der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

In Brandenburg haben jetzt zehn Bundeswehreinheiten ein Fahnenband:

  • Pionierbataillon 801 in Storkow
  • Einsatzführungsbereich 3 in Schönewalde/Holzdorf
  • IV. Bataillon Luftwaffenausbildungsregiment in Strausberg
  • Logistikbataillon 172 in Beelitz
  • Landeskommando Brandenburg in Potsdam
  • Fregatte Brandenburg
  • Führungsunterstützungsbataillon 381 in Storkow
  • Fernmeldebataillon 610 in Prenzlau
  • Einsatzführungskommando in Schwielowsee/Geltow
  • Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften in Potsdam

 

Hintergrund:

Das ZMSBw ist eine Forschungseinrichtung des Bundes im Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums. Es entstand im Jahr 2013 durch die Fusion des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut (SOWI). Das ZMSBw betreibt Grundlagenforschung in Militärgeschichte, Militärsoziologie und Sicherheitspolitik. Es berät das Verteidigungsministerium und die Streitkräfte. Zudem informiert es öffentlich auf Veranstaltungen, Workshops und Tagungen sowie mit Publikationen wie Zeitschriften und Büchern.

Das MGFA war im Jahr 1994 von Freiburg (Baden-Württemberg) nach Potsdam verlegt worden. Das SOWI war im gleichen Jahr von München (Bayern) nach Strausberg (Kreis Märkisch-Oderland) umgezogen. Das heute in Potsdam tätige ZMSBw gilt in seiner Ausrichtung als Grundlagenforschungseinrichtung eines Verteidigungsministeriums als weltweit einzigartig. Das ZMSBw arbeitet eng mit der Universität Potsdam zusammen, wo ein Stiftungslehrstuhl Militärgeschichte eingerichtet wurde. Mitarbeiter des ZMSBw sind Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam, Studierende der Uni absolvieren Praktika im ZMSBw oder nutzen die dortige Spezialbibliothek.

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