Würdevolles Gedenken und Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages

Am Sonntag, 13.11.2022 hat die alljährliche Gedenkveranstaltung des Kreisverbandes Oberspreewald-Lausitz stattgefunden. Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Kreisverwaltung, Kreistag, Stadt Senftenberg, Bundeswehr und Kirche haben im Bürgerhaus Wendische Kirche in Senftenberg und bei der anschließenden Kranzniederlegung am Gefallenendenkmal der weltweiten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

 

Der Volkstrauertag ist ein Tag der Empathie und des Innehaltens, aber auch der Verständigung und der Versöhnung. Der Tradition seit 1991 folgend hat auch in diesem Jahr eine Volkstrauertagsveranstaltung des Kreisverbandes Oberspreewald-Lausitz stattgefunden. Nachdem der langjährige Vorsitzende des Kreisverbandes des Volksbundes, Bernd Leubner, Mitte des Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde, haben Helga Schüler und Jens Peter-Meyer seine Aufgaben übernommen und empfingen am Sonntag die Bürgerinnen und Bürger zur Gedenkveranstaltung.

Helga Schüler, Vorsitzende des Kreisverbandes des Volksbundes, blickt auf die gelungene Veranstaltung zurück: „Mit der Veranstaltung haben wir das Ziel, ein würdevolles und nachdenklich stimmendes Gedenken an die Menschen, die im Krieg gefallen sind, zu realisieren. Aufgrund des Ukraine-Russland-Konfliktes ist das Thema Krieg für viele Bürgerinnen und Bürgern in diesem Jahr präsenter geworden. Seit langer Zeit hat uns dieses Thema nicht mehr so unmittelbar beeinflusst und das führt auch dazu, dass wir alle uns erneut der schrecklichen Auswirkungen bewusst geworden sind oder bewusst werden. Die Gedanken aller Anwesenden waren heute bei den im Krieg Gefallenen und den Menschen, die auch aktuell durch Kriege oder Gewaltherrschaften Leid erfahren.“

Neben Helga Schüler gestalteten auch Landrat Siegurd Heinze, Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich und Manfred Schwarz, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Senftenberg die Gedenkveranstaltung mit bewegenden Reden. Umrahmt wurden die Beiträge musikalisch vom Kammerchor und Orchester der Musikschule Oberspreewald-Lausitz, unter der Leitung von Ulrich Stein.

Der Gedenkveranstaltung schloss sich traditionell die Kranzniederlegung an. Am Gefallenendenkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges neben der Wendischen Kirche legten die Beteiligten unter Trommelwirbel und dem Ehrenspalier durch Bundeswehrsoldaten Blumengebinde nieder.

Mit der Gedenkveranstaltung erinnert der Kreisverband des Volksbundes an die enormen Opfer beider Weltkriege und die Opfer von Gewalt und Verbrechen und schafft das Bewusstsein dafür, dass wir uns für eine friedliche Welt und ein gerechtes Miteinander einsetzen.

Der Volksbund, gegründet am 16. Dezember 1919, ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Aktuell betreut der Volksbund 832 Kriegsgräberstätten mit über 2,8 Millionen Kriegstoten in 46 Staaten. Die Mitglieder dienen Angehörigen in Fragen der Kriegsgräberfürsorge als Ansprechpartner, beraten öffentliche und private Stellen, unterstützen die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördern die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

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