ZAPP Spezial: Afghanistan – Berichten um welchen Preis?

Hamburg (ots)

 

Nach der Machtübernahme der Taliban droht Afghanistan zu einem „Blind Spot“ der Berichterstattung zu werden. Was erfährt man in Deutschland von dieser dramatischen Situation vor Ort und wie nehmen deutsche Medien ihren Auftrag wahr?

Während die ARD in den vergangenen Tagen aus dem für Afghanistan zuständigen ARD Studio Neu-Delhi und dem usbekischen Taschkent über die Ereignisse berichtete, flogen Reporter von BILD, SPIEGEL und ZEIT auf unterschiedlichen Wegen direkt nach Kabul. Dort wurden sie umgehend von amerikanischen Einsatzkräften zurück nach Katar geschickt. Ein Angriff auf die Pressefreiheit? BILD Reporter Paul Ronzheimer und sein Fotograf reisten inzwischen über den Landweg wieder nach Afghanistan ein.

Unabhängige Berichte sind wichtig – doch unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis? Diese Frage diskutiert Annette Leiterer in einem ZAPP Spezial am Mittwoch, 01.09., um 23:35 Uhr im NDR Fernsehen.

Es diskutieren:

ZEIT-Reporter Wolfgang Bauer. Er flog vor wenigen Tagen mit der Chartermaschine einer privaten Rettungsmission nach Kabul, um von dort zu berichten, aber auch, um ihm bekannte Afghanen in Sicherheit zu bringen.

Adrian Feuerbacher, NDR Chefredakteur und Programmchef NDR Info. Er verantwortet die Afghanistan-Berichterstattung im Hörfunk.

Terrorismus- und Nahost-Experte Volkmar Kabisch, Ressort Investigation NDR. Er war für seine Berichte mehrfach als Reporter in Krisengebieten unterwegs.

Wie wägen sie ab zwischen dem Interesse, von vor Ort zu berichten, und den Risiken – für sich und andere? Wo sehen sie die Grenze? Und handeln öffentlich-rechtliche Medien hier anders als die private Konkurrenz?

Das ZAPP Spezial sucht Antworten auf diese Fragen, die nicht nur für Journalisten wichtig sind, sondern auch dem Publikum zu verstehen helfen, warum wer von wo berichtet – oder nicht.

01.09.2021, 23:35 Uhr im NDR Fernsehen

www.NDR .de/zapp

www.youtube.de/zapp

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