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ZDF-„aspekte – on tour“: die Salzburger Festspiele in Zeiten des Populismus

Die Salzburger Festspiele 2019 widmen sich den großen Mythen der Menschheit und interpretieren die Geschichten von Orpheus, Ödipus und Antigone neu. Welche Antworten geben diese alten Stoffe auf die drängenden Fragen unserer Zeit? Zum Abschluss seiner Sommerreisen ist „aspekte“ für das ZDF am Freitag, 16. August 2019, 22.50Uhr, „on tour“ in Salzburg.

„aspekte“-Moderator Jo Schück begleitet vier sehr unterschiedliche Protagonisten der diesjährigen Festspiele während der Proben und Premieren: Barrie Kosky, Ingo Metzmacher, Caroline Peters und Theresia Walser.

Opernregisseur Barrie Kosky inszeniert zum ersten Mal in Salzburg und interpretiert zum 200. Geburtstag des französischen Komponisten Jacques Offenbach dessen Klassiker „Orpheus in der Unterwelt“. Kosky hat sich als Intendant der Komischen Oper in Berlin einen Namen als klug und mitreißend inszenierender Operettenregisseur gemacht. „aspekte“ trifft ihn auf Schloss Leopoldskron, dem vormaligen Wohnsitz von Festspielgründer Max Reinhardt.

Die Dramatikerin Theresia Walser hat für Salzburg ein Auftragswerk verfasst und sich dafür den antiken Antigone-Stoff vorgenommen: Ihre Gesellschaftskomödie „Die Empörten“ handelt von einer Bürgermeisterin, deren Bruder möglicherweise einen Terroranschlag gegen eine Muslim verübt hat, bei dem er selbst ums Leben kam. Die Rolle der Bürgermeisterin spielt Caroline Peters. „aspekte“ begleitet die Schauspielerin bei den Proben in Salzburg.

Der Spezialist für zeitgenössische Musik, der Dirigent Ingo Metzmacher, realisiert die lyrische Musiktragödie „Oedipe“ des rumänischen Komponisten George Enescu von 1936. „aspekte“ befragt ihn unter anderem zur Aktualität dieser Oper, die Kenner zu den wichtigsten Werken der modernen Opernliteratur zählen.

Traditionell zu Gast bei den Salzburger Festspielen ist das West-Eastern Divan Orchestra, das sich aus jungen israelischen und arabischen Musikerinnen und Musikern zusammensetzt. Dieses als Verständigungsprojekt von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete Ausnahmeorchester feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. „aspekte“ spricht mit Orchestermitgliedern und Daniel Barenboim über ihre Arbeit.

Die Salzburger Festspiele – gegründet von Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal – finden seit 1920 jährlich in der Mozartstadt an der Salzach statt. In den fast 100 Jahren ihres Bestehens haben sie sich zum wichtigsten Sommerfestival der Opern-, Konzert- und Schauspielszene entwickelt.

„Jenseits aller herausragenden künstlerischen Ereignisse stehen die Festspiele auch immer im Fokus der jeweiligen politischen Entwicklung. In Österreich und Deutschland stehen Wahlen an, bei denen populistischen Parteien weitere Zugewinne vorausgesagt werden. Weltweit wird die Strömung, die engagiertes politisches Handeln gegen den Klimawandel fordert, immer größer. So stellt sich auch in diesem Jahr bei den Salzburger Festspielen die Frage nach dem Verständnis des Festspielgedankens zwischen Repräsentationskunst und politischem Statement“, sagt Daniel Fiedler, ZDF-Redaktionsleiter Kultur Berlin.

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