ZDF zeigt Kinoverfilmung von Siegfried Lenz‘ Roman „Deutschstunde“ / Mit Tobias Moretti…

Mit Siegfried Lenz‘ Roman „Deutschstunde“ (1968) verfilmte Regisseur Christian Schwochow einen der großen Welterfolge der deutschen Nachkriegsliteratur. Die ZDF-Kinokoproduktion steht am Montag, 11. Oktober 2021, 20.15 Uhr, auf dem Programm. In der ZDFmediathek ist der Film von Sonntag, 10. Oktober 2021, 10.00 Uhr, bis Mittwoch, 10. November 2021, verfügbar. In dem Drama verkörpern Tobias Moretti und Ulrich Noethen den Maler Max Ludwig Nansen und den Polizisten Jens Ole Jepsen. Ihre unterschiedlichen Positionen im NS-Regime stellen sowohl ihre Freundschaft als auch ihre jeweilige Beziehung zu Jepsens Sohn Siggi (Levi Eisenblätter) auf eine harte Probe. In weiteren Rollen spielen neben anderen Johanna Wokalek, Sonja Richter, Maria Dragus, Tom Gronau und Louis Hofmann. Das Drehbuch schrieb die renommierte Drehbuchautorin Heide Schwochow.

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Siggi Jepsen, ein junger Mann, muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu, und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend.

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