ZEITSCHNITT – Grenzen und Freiheit

Eine Veranstaltungsreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam

Freitag, 6. August 2021, 19:30 Uhr

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a, 14467 Potsdam

Die Architekten R: Peter Kahane, D: Rita Feldmeier, Kurt Naumann, Uta Eisold , DDR 1990, 102’

In Anwesenheit von Peter Kahane und Rita Feldmeier

Einführung und Moderation: Dr. Claus Löser (Filmhistoriker)
Eintritt 3 Euro

Im Jahr 2021 wird die Film- und Veranstaltungsreihe »Zeitschnitt« bereits zum zehnten Mal durch Brandenburg reisen – diesmal zum Thema »Grenzen und Freiheit«.
Damit geht die Reihe auf den 13. August 1961 ein: 2021 jähren sich der Mauerbau in Berlin und die militärische Befestigung der innerdeutschen »Grünen Grenze« zum 60. Mal. Dieses einschneidende Ereignis des Kalten Kriegs prägte fast 30 Jahre lang das bipolare Weltbild inmitten Europas. Erst infolge der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 konnten die damit verbundenen Trennungen von Familien und Landschaften sowie die Teilung der Stadt Berlin überwunden werden. Deutschland beendete 50 Jahre nach dem von den Nationalsozialisten entfachten Weltkrieg die eigene Zweistaatlichkeit und gab einen wichtigen Impuls für die europäische Einigung.
Die Filmreihe wird dieses historisch einzigartige Geschehen mit Filmen nachzeichnen – mal dokumentarisch, mal fiktional, mal ernst, mal heiter, mal aus unmittelbaren und dann wieder aus rückblickenden Perspektiven. Sie zeigt, dass es auch in den tiefsten Phasen des Kalten Kriegs stets Gegenkräfte gegeben hat, die sich für eine Überwindung des Status quo eingesetzt haben.
Die Einführung in die Veranstaltung erfolgt jeweils durch den Filmhistoriker und -kurator Dr. Claus Löser. Im Anschluss an die Vorführung gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Mehr zum Film:
Die Architekten R: Peter Kahane, D: Rita Feldmeier, Kurt Naumann, Uta Eisold , DDR 1990, 102’ (FSK: 0)
Daniel Brenner ist Ende 40 und Architekt. Außer ein paar Bushaltestellen, Trafohäuschen und Kaufhallen konnte er bisher nichts gestalten. Dann erhält er seine große Chance: Als Chefarchitekt soll er das Zentrum eines neuen Wohngebiets entwerfen. Sein Team entwickelt ehrgeizige Pläne, will alles anders machen. Schon bald erweist sich jedoch, dass kaum etwas von den kühnen Gedanken umsetzbar sein wird. Bereits seit Mitte der 80er Jahre geplant, konnte der Film erst realisiert werden, als sich die DDR bereits aufzulösen begann. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten hatte die Realität das Drehbuch schon so weit eingeholt, dass es immer schwieriger wurde, Bilder der alten DDR authentisch aufzunehmen, da diese mit jedem Tag ein Stück mehr verschwand. Zuletzt musste sogar die Mauer rekonstruiert werden.

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