Zentrales Gedenken des Landes Brandenburg zum Tag des Mauerfalls am 9. November in Schwedt

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war ein Glücksmoment der Geschichte, der sich ohne den Freiheitskampf der Bürgerrechtsbewegung, die Massenflucht und die landesweiten Proteste nicht ereignet hätte. Während hunderttausende DDR-Bürger die errungene Freiheit feierten, blieben die Häftlinge des Militärgefängnisses und der Disziplinareinheit Schwedt weggesperrt. Unter dem Motto „Für ein freies Land mit offenen Grenzen“ laden der Landtag, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und die Stadt Schwedt/Oder

am       9. November 2022 ab 11:00 Uhr

in die   Uckermärkischen Bühnen Schwedt,

Berliner Str. 46-48, 16303 Schwedt/Oder ein.

Mit der zentralen Gedenkveranstaltung des Landes werden die Menschen gewürdigt, die zum Sturz des SED-Regimes beigetragen haben. Zugleich soll sie an das Leid und Unrecht erinnern, das den Häftlingen im Militärgefängnis und in der Disziplinareinheit Schwedt angetan wurde. Neben Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke werden Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und die Bürgermeisterin der Stadt Schwedt/Oder, Annekathrin Hoppe, das Wort ergreifen. Dr. Rüdiger Wenzke (Potsdam) referiert zum Thema „Im Zeichen der Friedlichen Revolution 1989. Mauerfall, Militärreform und das Ende des Militärstrafvollzugs in Schwedt/Oder“. Die Aufarbeitungsbeauftragte Dr. Maria Nooke moderiert ein Gespräch mit Zeitzeugen. Schauspielerin Katarzyna Kluczna und die Musik- und Kunstschule Schwedt/Oder begleiten die Veranstaltung musikalisch. Im Theaterfoyer wird eine Wanderausstellung über die Geschichte des Militärstrafvollzugs in Schwedt/Oder gezeigt. Gegen 13:30 Uhr gibt es einen Shuttle zum Gelände des ehemaligen Militärgefängnisses Schwedt. Dort werden eine Lesung aus Zeitzeugenberichten sowie eine Führung angeboten.

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