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Zum Welttag des Ehrenamts: Freiwilligenarbeit in Brandenburg wird weiter gestärkt – Ehrenamtsempfang am 18. Januar

Anlässlich des Welttags des Ehrenamts (am 5. Dezember) hat sich die neue Landesregierung in ihrer heutigen Kabinettssitzung klar zu ihrer Verantwortung für die Unterstützung des freiwilligen Engagements bekannt. „Wir setzen den Ausbau der Strukturen fort und erhöhen die Attraktivität von Angeboten für die ehrenamtlich engagierten Menschen“, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke anschließend.

 

Zugleich mahnte er einen respektvollen Umgang mit Ehrenamtlichen und Freiwilligen an. „Wenn am Donnerstag der ‚Tag des Ehrenamtes‘ begangen wird, ist das ein ganz wichtiger Baustein der Anerkennung und des Dankes an alle Menschen, die sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger stark machen.“

Woidke weiter: „Mehr als jeder Dritte in Brandenburg ist ehrenamtlich aktiv. Überall im Land haben sich vielfältige und nachhaltige Strukturen für die ehramtliche Arbeit entwickelt. Sie haben einen erheblichen Anteil daran, dass Brandenburg lebendig und lebenswert ist. Um deren Arbeit weiter zu erleichtern, werden wir in den kommenden Jahren die Engagement-Stützpunkte ausbauen. Zudem werden wir die Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg noch attraktiver machen.“

Im Jahr 2021 soll es in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt einen Engagement-Stützpunkt geben. Unter dem Motto „Ehrenamt braucht Hauptamt“ sollen in den bei den jeweiligen Verwaltungen angesiedelten Stützpunkten die kommunalen Aufgaben der Engagement-Förderung gebündelt werden. Sie sollen zudem rund um das Thema bürgerschaftliches Engagement beraten. Außerdem werden dort die Ehrenamtskarte und der in diesem Jahr eingeführte Mobilitätszuschuss für Ehrenamtliche ausgegeben.

Die ersten drei Stützpunkte sind in diesem Jahr in Frankfurt (Oder), Potsdam-Mittelmark und der Uckermark geschaffen worden. Im kommenden Jahr sollen vier weitere eingerichtet werden. Dazu laufen Vorbereitungen in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Teltow-Fläming und Oder-Spree sowie in Brandenburg an der Havel. Das Land stellt in den Jahren 2019 und 2020 rund 630.000 Euro für den Aufbau der Engagement-Stützpunkte sowie 500.000 Euro als Mobilitätszuschuss für Ehrenamtliche bereit, die für ihre Tätigkeit weite Wege zurücklegen und keine anderweitige Aufwandsentschädigung erhalten. Der Mobilitätszuschuss soll schon im kommenden Jahr flächendeckend in allen Landkreisen an besonders Engagierte ausgezahlt werden können.

Woidke: „Der Mobilitätszuschuss bringt etwas Entlastung, ist aber vor allem auch ein Stück Anerkennung. Auch mit der Ehrenamtskarte wollen wir Danke sagen. Durch eine engere Verzahnung mit Berlin und unseren Kommunen wollen wir in den kommenden Monaten noch mehr Partner gewinnen, um die Angebote der Ehrenamtskarte zu erweitern. Ich freue mich auch schon sehr auf den Ehrenamtsempfang, zu dem ich am 18. Januar gemeinsam mit der Landtagspräsidentin 100 besonders engagierte Menschen nach Potsdam einlade.“

Woidke fügte hinzu: „Ich bin sehr dankbar, dass viele Partner das vielfältige Engagement in unserem Land anerkennen. Auch damit machen wir deutlich, dass ehrenamtliches Engagement nicht selbstverständlich ist. Wer sich einsetzt für unser Gemeinwohl, für ein Miteinander, der hat Respekt und Wertschätzung verdient. Und das nicht nur am ‚Tag des Ehrenamtes‘, sondern 365 Tage im Jahr.“

Woidke mahnte zugleich: „Was wir stattdessen seit einiger Zeit im Umgang mit Ehrenamtlichen und Freiwilligen erleben, ist alles andere als anerkennend. Wenn Rettungskräfte, Gemeindevertreter, Schiedsrichter oder andere Helfer angepöbelt und angegriffen werden, trifft uns das alle mitten ins Herz. Das dürfen wir nicht dudeln. Ich wünsche mir, dass alle Menschen in Brandenburg Herz zeigen für diejenigen, die ihr Herzblut einbringen. Dass wir uns gemeinsam schützend vor alle Ehrenamtlichen stellen. Und diejenigen, die dieses Engagement nicht zu schätzen wissen, in die Schranken weisen.“

Die Landesregierung wird nach den Worten von Woidke auch die Prämien für freiwillige Einsatz- und Rettungskräfte weiterentwickeln. Künftig werde es einen „Tag des Bevölkerungsschutzes“ geben. Gerade die Freiwilligen Feuerwehren und Organisationen wie das Technische Hilfswerk seien wichtige Träger des strukturierten ehrenamtlichen Engagements, die das Land personell und materiell unterstütze. Künftig sollten vor allem noch mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund in das System des Brand- und Katastrophenschutzes integriert werden.

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