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Zwei zusätzliche Abstrichstellen eingerichtet

Praxen in Hohen Neuendorf und Hennigsdorf unterstützen Kliniken und
Gesundheitsamt / 65 COVID-19-Erkrankte im Landkreis

Die Zahl der positiv auf das SARS CoV2-Virus getesteten Personen ist im Landkreis Oberhavel
weiter angestiegen und liegt bei 65 (Stand: 26.03.2020, 12.00 Uhr). Davon befinden sich 56
Personen in häuslicher Quarantäne, vier müssen stationär behandelt werden. Eine Person ist
verstorben. Drei Personen sind geheilt. Geheilt bedeutet, dass ein bestätigter Fall symptomlos
aus häuslicher Quarantäne oder dem Krankenhaus entlassen wurden.
548 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie
begründete Verdachtsfälle sind. 404 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus
getestet, bei 144 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 255
Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen
direkten Kontakt hatten.
Aufgrund der stetig steigenden Fallzahlen sind seit dieser Woche im Landkreis Oberhavel zwei
weitere Abstrichstellen für möglicherweise mit dem Corona-Virus infizierte Personen
eingerichtet worden: Die Praxis von Dr. Susanne Adam und von Dr. Jens Albert (Praxis
Schiffer) wurden als Schwerpunktpraxen von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg
(KVBB) in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Oberhavel benannt und mit Schutzmaterial
unterstützt. Weitere Abstrichpraxen könnten im Norden Oberhavels eingerichtet werden. Das
Gesundheitsamt ist dazu mit der KVBB und den niedergelassenen Ärzten im Gespräch.
„Wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation zustande gekommen ist. So kann insbesondere
die Rettungsstelle in Hennigsdorf der Oberhavel Kliniken, die bisher die größte Zahl der
Abstriche übernommen hat, entlastet werden“, sagt Amtsarzt Christian Schulze. Der Amtsarzt
lobt dabei besonders die kollegiale Zusammenarbeit mit Dr. Susanne Adam und Dr. Jens
Albert von der Praxis Schiffer und ihren gesamten Teams: „Wir sind sehr froh, dass wir Ärzte
gefunden haben, die sich dazu bereit erklärt haben, als Abstrichstelle zu arbeiten.“ Der
Landkreis Oberhavel unterstützt die Arbeit der Praxen logistisch. Ganz wichtig ist: Abstriche sind in den Praxen, ebenso wie in den Rettungsstellen, nur nach
vorheriger Terminvergabe möglich. Die Termine werden über die Hausärzte und das
Gesundheitsamt koordiniert.
Was tun im Verdachtsfall?
Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht unangemeldet in eine hausärztliche
Sprechstunde gehen. Dort könnte er möglicherweise weitere Menschen anstecken. Es ist
unbedingt notwendig, beim Hausarzt oder auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der
Telefonnummer 116 117 anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den
Betroffenen untersuchen.
Informationen gibt auch das Gesundheitsamt über das zentrale Infotelefon. Es ist unter der
Rufnummer 03301 601-3900 montags bis freitags von 08.00 bis 15.00 Uhr sowie am
Wochenende von 10.00 bis 14.00 Uhr zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Gesundheitsamtes informieren unter der Hotline zu allen medizinischen Fragen rund um das
Virus. Nachfragen können auch per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises gerichtet
werden. Die Mailadresse lautet: ges.corona@oberhavel.de.
Verteilung der COVID-19-Fälle im Landkreis
Die COVID-19-Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im gesamten Landkreis:
Hennigsdorf (15), Hohen Neuendorf (12), Oranienburg (10), Glienicke/Nordbahn (7),
Oberkrämer (7), Velten (6), Mühlenbecker Land (3), Löwenberger Land (2) sowie Liebenwalde,
Leegebruch, und Zehdenick (jeweils 1 Fall).

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