#Nigeria: Reise- und Sicherheitshinweise

Letzte Änderungen: Medizinische Hinweise (Impfschutz/Gelbfieber)
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung
Es wird vor Reisen in die nördlichen Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa gewarnt. Darüber hinaus wird auch von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile Nordnigerias abgeraten.  Von Reisen in die Bundesstaaten Kaduna, insbesondere Südkaduna, Plateau, Nassarawa, Benue, Delta, Bayelsa, Rivers, Imo, insbesondere die Hauptstadt Owerri, Abia, Anambra, Ebonyi, Edo, Enugu, Delta, Kogi, den südlichen Teil von Cross Rivers, Ogun und Akwa Ibom wird abgeraten. Reisende in die übrigen Landesteile werden um besondere Vorsicht gebeten.
Entführungen In Kano sowie den vorgenannten Bundesstaaten besteht ein besonders hohes Entführungsrisiko. In Kaduna, Plateau und Kano-Stadt sind in jüngster Vergangenheit auch Ausländer Opfer von Entführungen bzw. Entführungsversuchen geworden. Im April 2019 wurde eine Ausländerin bei einem Entführungsversuch getötet. Ein Aufenthalt in diesen Regionen sollte nur dann erwogen werden, wenn umfassende und professionelle Sicherheitseinrichtungen in Anspruch genommen werden können, also Transporte und Unterkünfte besonders gesichert werden. Das Risiko von Entführungen ist aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation in ganz Nigeria gegeben.
Piraterie Von Reisen in die vorgelagerten Küstengewässer wird abgeraten. Im Golf von Guinea besteht eine erhöhte Gefährdung durch Piraten.
Terrorismus In den nordöstlichen Landesteilen werden fortlaufend terroristische Gewaltakte, wie z.B. Angriffe und Sprengstoffanschläge von militanten Gruppen auf Sicherheitskräfte, Märkte, Schulen, Kirchen und Moscheen verübt. In der Hauptstadt Abuja erfolgte im Juli 2018 ein terroristischer Angriff auf Polizisten, der Todesopfer forderte. Die Gefahr von weiteren Anschlägen, auch in anderen Metropolen Nigerias, besteht fort. Reisenden wird zur besonderen Vorsicht und Zurückhaltung beim Besuch öffentlicher bzw. öffentlich zugänglicher Einrichtungen und Plätze geraten, wie Märkte, Moscheen, Kirchen und Hotels, die nicht über verlässliche Sicherheitsvorkehrungen verfügen. Darüber hinaus finden im ganzen Land immer wieder Kontrollen und einschränkende Maßnahmen der Sicherheitskräfte statt. Auch örtliche Ausgangssperren sind kurzfristig möglich.
Innenpolitische Lage In Nigeria können in allen Regionen unvorhersehbare lokale Konflikte aufbrechen. Ursachen und Anlässe der Konflikte sind meist politischer, wirtschaftlicher, religiöser oder ethnischer Art. Meist dauern diese Auseinandersetzungen nur wenige Tage und sind auf einzelne Orte bzw. einzelne Stadtteile begrenzt. Insbesondere die Bundesstaaten Zamfara und das nördliche Sokoto und das südliche Plateau sind derzeit von bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen. Reisende sollten die lokalen Medien verfolgen, Menschenansammlungen meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften stets Folge leisten.
Kriminalität Die Kriminalitätsrate in Nigeria ist hoch. Insbesondere in der Wirtschaftsmetropole Lagos kommt es immer wieder zu Serien bewaffneter Überfälle, auch in den von Ausländern bevorzugten Stadtgebieten Victoria Island, Ikoyi, Lekki und Ikeja. Kriminelle Vorfälle werden seit Anfang 2016 auch in Abuja vermehrt verzeichnet. Zum Schutz vor Diebstahl und Raub wird empfohlen, Barmittel, Fotoausrüstung und andere Wertgegenstände vor Blicken Dritter zu schützen, auf das Tragen von Schmuck vor allem auf öffentlichen Plätzen/Märkten zu verzichten und keine Kreditkarten einzusetzen. Für den Fall eines bewaffneten Raubüberfalls wird dringend geraten, keinen Widerstand zu leisten und Wertgegenstände herauszugeben. Es wird dringend davon abgeraten, Reisen nach Nigeria aufgrund von betrügerischen Geschäfts- und sonstigen Kontakten, insbesondere Internetbekanntschaften, durchzuführen. Zum sogenannten Vorauszahlungsbetrug gibt es ausführliche Informationen bei den deutschen Vertretungen in Nigeria https://nigeria.diplo.de/ng-de/service/sonstige-konsularische-dienstleistungen/1426224. Besonders auf den langen Verbindungsstraßen zwischen den internationalen Flughäfen und den Innenstädten von Lagos und Port Harcourt wurden Reisende wiederholt überfallen. Reisende sollten, für diese Überlandfahrt, insbesondere nachts, ein gut gesichertes oder gepanzertes Fahrzeug nutzen.
Krisenvorsorgeliste Reisenden wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste http://elefand.diplo.de/ einzutragen, damit im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme ermöglicht wird.
Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/weltweiter-sicherheitshinweis/1796970 zu beachten.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: