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Sonderverkehrskontrollen zur Eindämmung von Drogen- und Alkoholkonsum

#Berlin – Gestern Abend führten Kräfte des Polizeiabschnitts 12 mit der Unterstützung von Einsatzkräften der Direktion Einsatz und Verkehr in Reinickendorf eine Sonderverkehrskontrolle durch mit dem Schwerpunkt der Eindämmung des Alkohol- und Drogenkonsums hinterm Steuer. Die Beamtinnen und Beamten richteten zwei Kontrollstellen ein, in der Residenzstraße und in der Lindauer Allee, und positionierten sich dort in der Zeit von 18 bis 22 Uhr.  Flankiert wurden die Maßnahmen an den Kontrollstellen durch Präventionsarbeit. Die Einsatzkräfte berieten interessierte Bürgerinnen und Bürger in aufgebauten Pavillons zu sicherheitsrelevanten Themen im Straßenverkehr.  Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, die bei der Kontrolle von Fahrzeugen für die gewerbliche Personenbeförderung unterstützten. Hier wurden 22 Pkw kontrolliert, davon waren ein gutes Drittel mängelbedürftig. Insgesamt wurden während der polizeilichen Maßnahmen rund 120 Fahrzeuge kontrolliert, 117 verkehrsaufklärende Gespräche geführt, 44 Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten und zehn Mängelberichte gefertigt, vier Drogenschnelltest durchgeführt und zwei Blutentnahmen angeordnet. In der Spitze waren rund 60 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

Besondere Vorkommnisse:

Während der Kontrollmaßnahmen in der Lindauer Straße bat ein Polizeibeamter gegen 18.30 Uhr einen 22-jährigen Passanten, der sich zwischen den Absperrhüttchen auf der Fahrbahn auf und ab bewegte, er möge den Verkehrskontrollbereich verlassen. Daraufhin soll der junge Mann angefangen haben, den Beamten und seinen Kollegen zu beleidigen. Als diese den 22-Jährigen aufforderten, ihnen seinen Personalausweis zu zeigen, lehnte er die Herausgabe ab und schlug einem der Beamten unvermittelt gegen den Oberkörper. Im Anschluss nahmen die beiden Beamte den 22-Jährigen fest, der sich dagegen erheblich wehrte und einen der Polizisten an der Hand verletzte. Dieser konnte jedoch seinen Dienst fortsetzten. Vor Ort wurde eine Identitätsfeststellung vorgenommen und eine richterliche angeordnete Blutentnahme in einem Krankenhaus angeordnet. Danach konnte der 22-Jährige seiner Wege gehen.

Im Laufe der Verkehrskontrollen in der Lindauer Allee erhielt einer der eingesetzten Polizeibeamten über eine App eines Ersthelfer-Alarmierungssystems eine Meldung über eine reanimationsbedürftige Person in der Residenzstraße. Zwei Beamte der Direktion Einsatz und Verkehr begaben sich unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten mit einem Funkwagen zur angegebenen Adresse. Einer der Beamte, ein ausgebildeter Rettungssanitäter, begann mit der Reanimation einer Frau, unterstützt von seinem Kollegen. Nach Eintreffen der ebenfalls alarmierten Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr wurden die Maßnahmen von einem Notarzt übernommen. Die Patientin konnte erfolgreich reanimiert und stabilisiert werden. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

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