Witterung stellt Landesgartenschau Beelitz vor große Herausforderungen

Hitze und Trockenheit stellen Landesgartenschau Beelitz vor große Herausforderungen

Viele Tage mit extremer Hitze und kaum Regen seit Ostern: Die anhaltend trockene Wetterlage mit Temperaturrekorden stellt die Landesgartenschau Beelitz vor große Herausforderungen. Während die Besucherzahlen an heißen Sommertagen sehr deutlich sinken, sind alle Gärtnerinnen und Gärtner im Dauereinsatz, um dafür zu sorgen, dass die Beete und Anlagen weiterhin einen Anblick bieten, der einer Landesgartenschau würdig ist.

„Wenn man sich um eine Landesgartenschau bewirbt, übernimmt man die Verantwortung, den Gästen auch unter schwierigen Umständen ein entsprechendes Erlebnis zu bieten. Dazu gehört, die Pflanzungen mit allen verfügbaren Mitarbeitern in Topform zu halten. Das sind wir auch den Brandenburger Gärtnern und Garten- und Landschaftsbauern schuldig, deren wichtige Berufe hier einem großen Publikum präsentiert werden“, so Bürgermeister und LAGA-Geschäftsführer Bernhard Knuth. Je nach weiterem Witterungsverlauf im Sommer und Herbst wird sich der Mehraufwand durch Trockenheit und Hitze voraussichtlich auf einen hohen sechsstelligen Betrag belaufen.

Dieser Aufwand resultiert nicht nur aus dem nötigen Bewässern des 15 Hektar großen Areals. So haben die rund 60.000 im Juni und Juli gepflanzten Sommerblumen bei den anhaltend hohen Temperaturen kaum eine Chance, sich in den Wechselflorbeeten weiterzuentwickeln. Auch bilden sie weniger Blüten, die zudem schneller verblühen. Mit Unterstützung des Rosengutes Langerwisch werden deshalb aktuell noch einmal viele Blumen und Kräuter zusätzlich in die Beete gepflanzt, um den Besucherinnen und Besuchern bis in den Herbst hinein ein abwechslungsreiches Bild zu bieten.

Für die Bewässerung wurde in zentralen Teilen des Geländes wie dem Nieplitzpark eine automatische Anlage installiert. Sie bewässert die Pflanzen zielgenau über Nacht, sodass genügend Feuchtigkeit auch für heiße Tage in Wurzelnähe gespeichert und dabei so wenig Wasser wie möglich verbraucht wird. Das Wasser für die Landesgartenschau stammt aus eigens angelegten Brunnen, deren genehmigte Entnahmemenge stets eingehalten wird. Es wird kein Wasser aus der Nieplitz für die Bewässerung verwendet.

Einige Beete in den weitläufigeren Bereichen wie den Archegärten werden hingegen ab den frühen Morgenstunden täglich mit großem Einsatz der Gärtner mit einer Handbrause bewässert, auf den Blühwiesen werden zudem Schlagregner eingesetzt. Bäume und Sträucher in den Archegärten benötigen hingegen weniger Pflege: Sie wurden zum Großteil schon vor einigen Jahren gepflanzt. Ihre Wurzeln reichen inzwischen an das Schichtenwasser heran, sodass sie sich selbst versorgen können.

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