Erster Bauabschnitt in der Sedlitzer Bucht fertig

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke hat an der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts für die Erschließung der Sedlitzer Bucht am Sedlitzer See teilgenommen. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg mit rund 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung unterstützt.

Rainer Genilke: „Der erste Bauabschnitt ist geschafft. Das ist ein guter Tag für die Entwicklung in der Sedlitzer Bucht. Damit sich das Lausitzer Seenland als Wasserwanderrevier entfalten kann, bedarf es neben wasserseitigen Voraussetzungen einer Vielzahl neuer landseitiger Anlegemöglichkeiten. Mit dem heutigen Tag sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Wasserwanderrastplatzes mit besonderer Ausstrahlung geschaffen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die entstehende schiffbar verbundene Seenkette. Das Anliegen des Landes Brandenburg ist es, mit der Förderung die regionalen Akteure bei der Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft zu unterstützen und einen hohen Freizeit- und Erholungswert sowohl für die Bevölkerung als auch für Urlauberinnen und Urlauber zu schaffen. Wir wollen, dass sich der Tourismus im Lausitzer Seenland gut entwickelt und unterstützen diese Entwicklung seit Jahrzehnten aktiv und mit großem finanziellen Einsatz. Der Strukturwandel muss gelingen und die Menschen sollen auch nach dem Ende des Kohleabbaus hier gute Arbeits- und Lebensbedingungen finden.“

Das Vorhaben umfasst die Schaffung eines touristischen Standorts mit Wasserwanderrastplatz, Schiffsanleger und nachfolgend zu installierender Freizeitinfrastruktur in drei funktional aufeinander aufbauenden eigenständigen Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt erfolgen die Planungsleistungen und die verkehrs- und medientechnische Erschließung. Der zweite Bauabschnitt umfasst „Hafenplatz, Strand und Steganlagen“ und der dritte Bauabschnitt die Errichtung des Multifunktionsgebäudes.

Für den ersten jetzt fertiggestellten Bauabschnitt zur Schaffung der medien- und verkehrstechnischen Erschließung in der Sedlitzer Bucht wurden in den Jahren 2021 und 2022 Fördermittel in Höhe von 1,57 Millionen aus dem Verwaltungsabkommen VI zur Braunkohlensanierung bereitgestellt. Die Gesamtkosten betragen 2,16 Millionen Euro. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg steuert 590.000 Euro als Eigenanteil bei.

Das Bauvorhaben konnte planmäßig nach einer achtmonatigen Bauzeit abgeschlossen werden. Wichtige Voraussetzung für die Schiffbarkeit der verbundenen Seenkette ist ein stabiler unterer Grenzwasserstand (100,0 m NHN), der nach Aussage der LMBV frühestens ab 2025 erreicht sein wird. Bis dahin sollen alle drei Bauabschnitte realisiert sein. Perspektivisch dient die Erschließung des Standortes Sedlitzer Bucht auch weiteren Entwicklungsvorhaben.

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