Brandenburg

Landpartie-Auftakt und Staffelstab fürs Landeserntefest, Kichererbse, geprüfter Wein und Dorf-Gewinner: Woidke und Vogel am Brandenburg-Tag in der Halle 21a auf der Grünen Woche

Berlin – Die Ausrichter von Landeshöhepunkten 2024 und Regionales mit Potenzial bestimmten die Hallenbühne 21a am Brandenburg-Tag (22.1.)., den Ministerpräsident Dietmar Woidke und Agrarminister Axel Vogel am Vormittag eröffneten – zusammen mit Caroline Bartsch vom Landesbauernverband, der pro agro-Vorstandsvorsitzenden Hanka Mittelstädt und der Vorsitzenden des Landfrauenverbands Brandenburg, Antje Schulze.

 

Dorf- und Erntefest 2024:

Mit Bürgermeister Sebastian Busse und seinem Team aus Kremmen übergaben sie im Anschluss den Staffelstab für das Dorf- und Erntefest 2024 an Ronny Henke, Christian Ulbricht und Iben Lottra aus Drachhausen/Hochoza. Der Bürgermeister, sein Stellvertreter und die Vorsitzende der Jugendinitiative der Spree-Neiße-Gemeinde werden mit den Drachhausener Bürgerinnen und Bürgern am 14. September 2024 Gastgeber des 19. Brandenburger Dorf- und Erntefestes sein. Die Gemeinde, in der mit Liebe und Engagement die sorbisch/wendische Kultur und Sprache, das Brauchtum und die jahreszeitlichen Traditionen gepflegt werden, bindet das Landesfest in die Feierlichkeiten zum 520. Ortsjubiläum ein.

 

Bitte beachten, dass folgenden Aktionen erst 13 bis 14:30 Uhr stattfinden:

 

Landpartie 2024:

Die Agrargenossenschaft Unterspreewald wird die zentrale Eröffnung der 29. Brandenburger Landpartie am 8. Juni 2024 ausrichten. Das gaben am Brandenburg-Tag Agrarminister Axel Vogel, die pro agro-Vorstandsvorsitzende Hanka Mittelstädt, die Vorsitzende des Brandenburger Landfrauenverbands, Antje Schulze, und Vertreter des Landesbauernverbands bekannt. Der Betrieb im Landkreis Dahme-Spreewald ist ein jährlicher Teilnehmer der Landpartie der ersten Stunde. Das breit aufgestellte landwirtschaftliche Unternehmen hält Mutterkühe und baut Gemüse an, betreibt Ackerbau sowie Direktvermarktung und verkauft und repariert auch Land- und Gartentechnik. Die Agrargenossenschaft besteht aus drei Ökobetrieben, vier konventionellen landwirtschaftlichen sowie dem Handelsbetrieb und ist außerdem ein Ausbildungsbetrieb. Hier werden unter anderem Spreewaldgurken und der Dürrenhofer Spargel angebaut.

Zur landesweiten Eröffnung der Brandenburger Landpartie am 8. Juni 2024 bietet die Agrargenossenschaft fachlich geführte Besichtigungen seiner Betriebssparten mit Bus und Kremser an. Schaudreschen mit einer historischen Dreschmaschine, traditionelle Spreewaldschober und Spreewaldtrachten sind ebenso Teil des Festprogramms wie die landwirtschaftlichen Wettbewerbe im Spargel-Schälen und Säcke-Stemmen. Neben einer Landtechnik-Schau werden sich auf dem Betriebsgelände zahlreiche Vereine aus der Region präsentieren.

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Historische Dorfkerne und Siegerdorf im Bundeswettbewerb:

Agrarminister Axel Vogel präsentierte mit Karsten Birkholz, Amtsdirektor von Barnim-Oderbruch und AG-Vorsitzender, die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“ auf der Bühne der Brandenburg-Halle. Die 2005 in der Heimvolkshochschule am Seddiner See gegründete AG zur Bewahrung historischer Dorfkerne steht unter der Schirmherrschaft der für Kultur sowie Landwirtschaft zuständigen Ministerien und stärkt das Bewusstsein der Menschen vor Ort für historische Dorfstrukturen.

Axel Vogel: „Die Arbeitsgemeinschaft mit ihren aktuell 16 Mitgliedern kann Vorbild für viele Dörfer bei der Bewahrung und Erlebbarmachung kulturellen Erbes sein. Sie macht anderen Kommunen Mut, ebenfalls den Weg zu mehr Baukultur in unseren Dörfern zu gehen.“

Mit auf der Bühne waren auch Fred Kaiser, ehrenamtlicher Bürgermeister von Dissen, dem jüngsten Mitgliedsdorf der Arbeitsgemeinschaft und 2020er Gewinner des Bundesdorfwettbewerbs, sowie Bodo Sternberg, Ortsvorsteher von Fredersdorf.

„Ich freue mich besonders, dass Fredersdorf, ein Ortsteil der Stadt Bad Belzig, als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft historischer Dorfkerne im 27. Bundeswettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ am 26. Januar 2024 während der Grünen Woche durch Bundesminister Cem Özdemir mit Gold ausgezeichnet wird“, sagt. Axel Vogel.

Europäische Herkunftskennzeichnung für Weine „Großräschener See“:

Die EU-Kommission hat die Herkunftskennzeichnung für Weine und Qualitätsschaumweine „Großräschener See“ als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) anerkannt. Agrarminister Axel Vogel hat dem Weingut Wobar auf dem Brandenburg-Tag der Grünen Woche dazu und zur überzeugenden Qualität der neuen Weine gratuliert.

Weine des Weinguts Wobar am Großräschener See (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ergänzen die reiche Auswahl an Weinen, die in den Anbaugebieten „Brandenburger Landwein“, „Saale-Unstrut“ und „Sachsen“ in Brandenburg erzeugt werden. Das Anbaugebiet ist das erste Gebiet, in welchem ausschließlich Rebsorten angebaut werden, die eine hohe Widerstandsfähigkeit der Blätter und Trauben gegen pilzliche Schaderreger haben. So müssen wesentlich weniger Fungizide als bei den herkömmlichen Rebsorten eingesetzt werden. Angebaut werden die weißen Sorten „Solaris“, „Cabernet blanc“ und „Johanniter“ sowie die rote Rebsorte „Pinotin“. Neben Dr. Cornelia Wobar vom Weingut am Großräschener See präsentierten weitere g.g.A.-Zeichenträger ihre herkunftsgeschützten Produkte, darunter Peitzer Karpfen, Beelitzer Spargel, Spreewaldgurke sowie Spreewälder Meerrettich und Gurkensülze.

Wertschöpfungskette für die Kichererbse:

„KIWERTa“ ist eines von zunächst fünf Vorhaben zur Entwicklung von Wertschöpfungsketten, die das Agrarministerium seit 2023 im Umfang von insgesamt 1,4 Millionen Euro fördert. Agrarminister Axel Vogel und Isabella Krause, die für den Projektträger Regionalwert AG Wertschöpfungsketten für die Brandenburger Kichererbse vom Anbau bis zur Vermarktung in Berlin und Brandenburg aufbauen soll, haben das bis 2025 laufende Projekt in der Brandenburg-Halle vorgestellt.

Axel Vogel: „Kichererbsen aus Brandenburg sind ein dreifacher Gewinn: Sie schmecken, sie binden Stickstoff aus der Luft im Ackerboden und sie helfen, das Klima zu schützen, wenn sie nicht von weiter her aus dem Mittelmeerraum oder dem Nahen Osten importiert werden müssen.“

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