Polizistin über Dienstmail erpresst

#Neuruppin – Auf ihrer dienstlichen Mailadresse erhielt eine Polizistin am Sonntag eine Nachricht eines bislang unbekannten Absenders, welcher versuchte, die Polizistin zu erpressen. Der Absender schilderte, dass er sich Zugriff auf den Computer verschafft und durch Fernzugriff auf die Kamera und das Mikrofon sexuellen Handlungen gefilmt hätte. Nur durch die Zahlung einer vierstelligen Summe in Bitcoins, einer digitalen Währung, könne eine Veröffentlichung der Dateien abgewandt werden. Der Dienstrechner verfügt weder über eine Kamera noch über ein Mikrofon. Es wurde eine Anzeige aufgenommen.

Solche Spam-Mails werden durch Täter hundertfach an Mailadressen in ganz Deutschland versandt, in der Hoffnung, dass Einige dem ausgeübten Druck nicht standhalten können und bereitwillig zahlen. Mit wenig Aufwand wird dadurch eine hohe Anzahl potentieller Opfer erreicht. Mit der Behauptung, an intime und komprimierende Bilder gelangt zu sein, werden die Angeschriebenen erpresst. Oder die Täter behaupten, nachweisen zu können, dass man pornografische Seiten im Internet besucht hätte. Die verlangte Geldforderung soll anonym über Kryptowährung abgewickelt werden. So lässt sich der Geldfluss meist schwer rückverfolgen. 

 

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