Schuleingangsuntersuchungen

Die Schuleingangsuntersuchungen für den Jahrgang 2021/2022 haben im Landkreis Teltow-Fläming im Januar begonnen. Diese Aufgabe nehmen die Gesundheitsämter des Landes gemäß § 6 des Brandenburgischen Gesundheitsdienstgesetzes in Verbindung mit der Grundschulverordnung mit ihren Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten wahr. Wie bereits in den vergangenen Jahren ist eine Zunahme der Anzahl der Schulanfänger*innen zu verzeichnen. Das Staatliche Schulamt meldete dem Gesundheitsamt 1.874 Einschulkinder. Sie sind nun in den vier Dienststellen Luckenwalde, Ludwigsfelde, Zossen und Jüterbog zu untersuchen.

In Vorbereitung der Schuleingangsuntersuchungen erhalten die Schulen Terminlisten, so dass die Eltern am Anmeldetag in den Schulen ihren Wunschtermin eintragen können. Zur Einschätzung der bisherigen Entwicklung des Kindes erhalten die Eltern zugleich einen Fragebogen, der ausgefüllt zur schulärztlichen Untersuchung mitzubringen ist. Außerdem ist u. a. die Vorlage des gelben Vorsorgeheftes und des Impfausweises am Untersuchungstag erforderlich.

Mit der schulärztlichen Untersuchung soll festgestellt werden, ob das Kind in seiner gesamten Entwicklung den Anforderungen der Schule gewachsen ist, Entwicklungsauffälligkeiten einer Einschulung entgegenstehen oder einer besonderen Förderung bedürfen. Die Feststellung der Schulfähigkeit erfolgt nach einem landesweit standardisierten Verfahren und besteht aus zwei Teilen. In der sogenannten Voruntersuchung werden Körpergröße und -gewicht ermittelt, Hör- und Sehtest durchgeführt sowie Aufmerksamkeit, Feinmotorik, Zahlen- und Mengenverständnis überprüft. Außerdem beinhaltet die ärztliche Untersuchung die Durchführung standardisierter Testverfahren zur Einschätzung des Entwicklungsstandes des Kindes. Eine schulärztliche Untersuchung dauert etwa 45 Minuten und schätzt abschließend die Schulfähigkeit eines Kindes ein.

Mit dem Schuleintritt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der noch nicht da gewesene Anforderungen an die Kinder und ihre Familien stellt. Manche Eltern sind sich noch nicht sicher, ob sie ihr Kind einschulen lassen sollen. In diesen Fällen sind die Informationen aus der Schuleingangsuntersuchung eine wertvolle Entscheidungshilfe. Im Austausch zwischen Eltern, Schule und Fachleuten des Gesundheitsamtes sollte eine Entscheidung herausgearbeitet werden, die dem Kind den bestmöglichen Weg ebnet. Bei Kindern, die noch nicht schulfähig sind und für ein Jahr zurückgestellt werden, erhalten die Eltern Empfehlungen zu notwendigen Fördermaßnahmen, damit die Einschulung im nächsten Schuljahr gelingt.

Nach Abschluss aller Untersuchungen werden die anonymisierten Ergebnisse – also ohne Angabe personenbezogener Daten – an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit übermittelt und statistisch ausgewertet. Diese Analyse liefert einen Überblick über den Gesundheitszustand der Kinder eines Jahrgangs im Landkreis Teltow-Fläming und im Land Brandenburg. Diese Daten bilden wiederum die Grundlage für die Entwicklung medizinischer und gesundheitsfördernder Konzepte.

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