Der Russe ist einer, der Birken liebt in Anwesenheit von Regisseurin Pola Beck am 14. November um 20 Uhr

Regisseurin Pola Beck (AM HIMMEL DER TAG) zeichnet in DER RUSSE IST EINER,
DER BIRKEN LIEBT das Bild einer jungen, selbstbewussten Frau, die modern und emanzipiert ihren Weg zu
gehen versucht und trotz all‘ ihres an den Tag gelegten Selbstbewusstseins immer wieder von der eigene
Flüchtlingsvergangenheit und der familiären Tragödie eingeholt wird. So feinfühlig wie kunstvoll verweben
Burkhardt Wunderlich, der das Drehbuch verfasst hat und Pola Beck die großen Themen Trauma- und TrauerBewältigung, Flucht vor der eigenen Vergangenheit, Selbstbestimmung und Identitätssuche und zeichnen
so das kosmopolitische Leben junger Menschen mit ausländischen Wurzeln nach, jenseits der üblichen
Rollenklischees. DER RUSSE IST EINER, DER BIRKEN LIEBT basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von
Olga Grjasnowa. Mit Aylin Tezel, gleichermaßen die erklärte Wunschbesetzung von Regie und Autorin, ist
eine weitere starke Frau zu dem Filmprojekt dazu gestoßen, die der Rolle der Mascha große Authentizität
und Wucht verleiht. Für das Widerspiel von Nähe und Distanz in Maschas Charakter und ihre rastlose Suche
findet Kameramann Juan Sarmiento, der mit Pola Beck ein eingespieltes Regie-Kamera-Duo bildet, immer
neue Einstellungen. DER RUSSE IST EINER, DER BIRKEN LIEBT feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfest
München in der Reihe Neues Deutsches Kino.
Am Montag, 14. November, begrüßen wir Regisseurin Pola Beck im Rahmen der Vorstellung von DER RUSSE
IST EINER DER BIRKEN LIEBT bei uns zum Filmgespräch. Filmbeginn ist 20 Uhr.
Der Film: Mascha (Aylin Tezel) ist wild und laut, kompromisslos und schlagfertig, doch im Grunde ihres
Herzens orientierungslos. Die angehende Dolmetscherin ist Kosmopolitin, spricht fünf Sprachen fließend,
nur über ihre eigene Geschichte, die Geflüchtete in ihr, spricht sie nie. Ihr Freundeskreis ist multikulturell,
feiert ordentlich und kontert den allgegenwärtigen Alltagsrassismus mit böser Ironie. Mascha liebt ohne
Rücksicht auf Verluste ihre Sprachen, ihre Freunde und vor allem Elias. Gerade erst ist Mascha mit ihrem
Freund zusammengezogen, als dieser durch eine zunächst harmlose Sportverletzung zum Pflegefall wird.

Immer mehr gerät Maschas Leben aus den Fugen. Elias‘ unerwarteter Tod stürzt sie
in eine Krise. Sie tritt die Flucht nach vorne an und setzt sich, mit nichts als ihrem
Pass, in ein Flugzeug Richtung Israel. Dort tut sie das, was sie am besten kann: sie stürzt sich mit voller
Wucht in ein neues Leben, findet eine neue Liebe und muss schließlich erkennen, dass man nicht für immer
vor sich davonrennen kann.

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