Gegen das Vergessen: Woidke gratuliert Zeitzeugin Emmie Arbel zum 85. Geburtstag

Ministerpräsident Dietmar Woidke übermittelt der Zeitzeugin und Trägerin des brandenburgischen Verdienstordens, Emmie Arbel, herzliche Glückwünsche zu deren 85. Geburtstag am Donnerstag (17. November). Woidke würdigt deren außergewöhnliches Engagement für die Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen aus aller Welt. Emmie Arbel war noch ein Kind, als für sie im Alter von viereinhalb Jahren der Krieg begann. Sie überlebte das Konzentrationslager Ravensbrück und wurde in Bergen-Belsen befreit. 1949 zog sie mit ihren zwei Geschwistern nach Israel.

Woidke: „Es ist eigentlich vollkommen unvorstellbar, nach solchen Ereignissen noch einmal an die Orte des Geschehens und des Leids zurückzukehren. Doch genau das tun Sie seit vielen Jahren regelmäßig, um jungen Menschen aus Deutschland und aller Welt Ihre Geschichte nahezubringen.

 

Es ist die größte menschliche Geste, auf die junge Generation zuzugehen und die Erinnerung gemeinsam wach und lebendig zu halten. Für dieses außergewöhnliche Engagement bin ich, und mit mir viele Menschen in Brandenburg und Deutschland, Ihnen zutiefst dankbar.“

 

Woidke wünschte der Jubilarin „beste Gesundheit, viel Zeit und Erlebnisse mit Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, und weiterhin die Energie, Ihre Begegnungen und Projekte noch lange fortzusetzen“.

 

Emmie Arbel ist seit vielen Jahren in Kontakt mit deutschen Jugendlichen. Zunächst begleitete sie ihren Bruder Menachem bei seinen Besuchen in deutsche Schulen, später setzte sie seine Erinnerungsarbeit fort. Sie ist Ko-Vorsitzende des Vereins der Überlebenden von Sachsenhausen und Ravensbrück in Israel. 2018 wurde sie im Rahmen der Reise des Ministerpräsidenten nach Israel mit dem Landesverdienstorden geehrt.

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