„Ein ehrendes Andenken bewahren“ – Woidke und Stübgen gedenken verstorbener Einsatzkräfte

64 Brandenburger Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sind im vergangenen Jahr während ihres Berufslebens verstorben. An sie wurde heute beim diesjährigen Blaulichtgottesdienst in der Potsdamer Nikolaikirche erinnert. Er fand auf Einladung von Polizeipräsident Oliver Stepien, Polizeiseelsorgerin Beate Wolf und der Notfallseelsorge statt. Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte zum Anliegen: „Er ist ein unverzichtbarer Anlass des ehrenden Gedenkens. Wir tun dies Seite an Seite mit den Hinterbliebenen, aber auch in enger Verbundenheit mit den Kameradinnen und Kameraden, Kolleginnen und Kollegen der Verstorbenen. Es ist mir ein tiefempfundenes Anliegen und eine Ehre, an diesem Gedenkgottesdienst teilzunehmen, um gemeinsam die Verdienste der Verstorbenen zu würdigen.“

Woidke weiter: „Einsatzkräfte riskieren täglich ihre Gesundheit und ihr eigenes Leben, um die Sicherheit unserer Gesellschaft zu gewährleisten. Sie tun dies voller Hingabe, im Ehrenamt oder hauptamtlich. Die Menschen im engsten Umfeld tragen mit ihrem Rückhalt dazu bei, dass die Feuerwehr-Kameradinnen und -Kameraden, die Polizistinnen und Polizisten, Seelsorgerinnen und Seelsorger wie auch alle Helferinnen und Helfer vom Technischen Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen mit Energie und mentaler Stärke ihren unverzichtbaren Dienst tun können. Für diese Unterstützung im Verborgenen gebührt ihnen unser aller Dank.“ Woidke dankte auch der Notfallseelsorge und ihren Organisationen, die Einsatzkräften und ihren Angehörigen in akuten Krisensituationen beistehen und psychologische Hilfe leisten. Auf ihre Initiative geht der alljährliche Blaulichtgottesdienst zurück.

Innenminister Michael Stübgen betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Dieser Gedenkgottesdienst ist ein Anlass, um uns von Vätern und Müttern, von Brüdern und Schwestern, von Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden. Anlässe wie dieser geben uns die Gelegenheit, die Erinnerung an die Verstorbenen wach zu halten. Wir erinnern uns an all die schönen Momente, die kleinen Gesten, das gemeinsam Erlebte. Und wir erinnern uns daran, dass alle Verstorbenen ihr Leben und Wirken in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben.“ Im Anschluss verlas er die Namen der Verstorbenen, gleichzeitig wurden zu ihrem Gedenken Kerzen aufgestellt.

Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, sagte: „Im Gottesdienst ist Raum für gemeinsames Trauern, Erinnern, Weinen und Danken. Das ist wichtig für uns und für die Gesellschaft. Es hilft auf dem Weg des Abschieds. Wir danken den Menschen bei Polizei und Feuerwehr, sie tun so unendlich viel für uns alle, sie sind in der Not da und wenden oft genug Unglücke ab. Sie retten Leben – immer wieder auch dadurch, dass sie ihr Leben einsetzen.“

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