Fischsterben an der Oder: Minister Vogel vor Ort im Nationalpark – Erste weitere Ergebnisse aus dem Landeslabor

Potsdam – Am heutigen Freitag besuchte Umweltminister Axel Vogel gemeinsam mit der Landrätin der Uckermark, Karina Dörk, der Bürgermeisterin der Stadt Schwedt, Annekathrin Hoppe, Vertretern aus der Nationalparkverwaltung Unteres Odertal und des Landesamts für Umwelt einen Abschnitt an der Oder bei Schwedt, um sich selbst ein Bild vom Ausmaß des Schadens zu machen.

 

Umweltminister Axel Vogel: „Das Ausmaß des Fischsterbens ist erschreckend. Für die Oder als ökologisch wertvolles Gewässer ist das ein Schlag, von dem sie sich vermutlich längere Zeit nicht erholen wird. Die Auswirkungen auf den Nationalpark Unteres Odertal und sein Ökosystem lassen sich derzeit noch nicht einschätzen.“

Zugleich begrüßte Umweltminister Vogel, dass sich die Landkreise als dafür zuständige Instanzen vorbereiten und sich an das Einsammeln der Fische machen. Landrätin Dörk kündigte beim Vor-Ort-Termin an, dass der Landkreis Uckermark am morgigen Samstag mit dem Einsammeln beginnen wird.

„Angesichts weiter anhaltend hoher Temperaturen und möglicher weiterer Auswirkungen auf die Tierwelt, die von den verendeten Fischen fressen, ist es richtig, dass sich die Landkreise ans Einsammeln der Fische machen. Die Landkreise sind nach unseren Kenntnissen gut auf die Entsorgung vorbereitet und haben entsprechende Kapazitäten geschaffen“, so Minister Axel Vogel.

Am Freitagabend erreichten das Landesamt für Umwelt erste weitere Ergebnisse des Landeslabors Berlin-Brandenburg zu den bis zum 12. August an der automatischen Messstation in Frankfurt/Oder entnommenen Tagesproben. Diese sind noch nicht voll aussagefähig und nicht abschließend. Demnach wurden stark erhöhte atypische Salzfrachten gemessen, die im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder stehen können. Nach jetzigen Erkenntnissen wird es jedoch nicht ein einziger Faktor sein, der das Fischsterben in der Oder verursacht hat. Die heutigen Daten weisen auf multikausale Zusammenhänge hin, zu denen auch die derzeit sehr niedrigen Abflussmengen und hohen Wassertemperaturen gehören. Weitere Untersuchungsdaten, insbesondere zu Schwermetallen, Quecksilber (in weiteren Proben) und anderen Elemente, befinden sich noch im Landeslabor Berlin-Brandenburg in Abklärung und werden in der kommenden Woche verfügbar sein.

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