Flussbad-Berlin e.V. soll Fördergelder zurückzahlen

Berlin (ots)

 

Der Berliner Senat fordert die Rückzahlung von gut 10.500 Euro Fördergeld vom Verein Flussbad Berlin.

Begründet wird die Rückforderung mit einem Vergabeverstoß bei einer Ausschreibung für einen mit öffentlichen Mitteln finanzierten PR-Auftrag. Im Frühjahr 2017 hatte der Verein Flussbad Berlin ein Projekt zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von gut 42.000 Euro ausgeschrieben. Der Verein will im Spreekanal an der Berliner Museumsinsel eine Art Schwimmbad realisieren.

Den Zuschlag für den PR-Auftrag erhielt die Firma „Realities United“. Diese Firma gehört den Brüdern Jan und Tim Edler. Da Jan Edler auch Vorsitzender des Flussbad-Vereins ist, gab es den Verdacht einer unzulässigen Vermischung von privaten und Vereinsinteressen.

Das habe nicht nachgewiesen werden können, teilte die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt auf Anfrage von rbb24-Recherche mit. Es habe aber dennoch Verstöße gegen das Vergabeverfahren gegeben: das gewählte Verfahren sei strenger gewesen als erforderlich, es seien Vergabeverfahren vermischt worden. Außerdem habe es „unzulässige Vorverhandlungen“ gegeben.

Der Verein soll nun 25 Prozent der Fördersumme – gut 10.500 Euro – zurückzahlen. Das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen. Zuletzt hatte der Bund der Steuerzahler das Berliner Flussbad-Projekt als „Millionengrab“ bezeichnet und einen Stopp der Planungen gefordert.

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