Fünfter Geschleuster kauert zwischen Gepäck – Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Schleuser bei Grenzkontrollen fest

#Kiefersfelden (A93) / Rosenheim (ots)

 

Die Bundespolizei hat am Sonntag (20. November) bei Grenzkontrollen auf der A93 eine offenkundige Schleusungsfahrt beendet. Der mutmaßliche kosovarische Schleuser wurde sogleich festgenommen. Von seinen fünf syrischen Mitfahrern, zwei von ihnen waren noch minderjährig, musste einer hinten zwischen dem Gepäck kauern.

Schon beim ersten Blick in den Wagen mit deutschen Kennzeichen fiel den Bundespolizisten auf, dass sich ein Jugendlicher hinter der Sitzbank unter beengten Bedingungen zwischen Reisetaschen und anderen Gepäckstücken befand. Der 16-jährige Syrer verfügte ebenso wenig über Papiere wie auch seine vier Landsleute, die mit ihm im Wagen waren. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich beim Beifahrer um einen 14-Jährigen und bei den drei Männern auf der Rückbank um einen 20-, einen 24- und einen 27-Jährigen. Die Migranten stammen ursprünglich aus Syrien. Lediglich ihr Fahrer konnte sich mit einer deutschen Niederlassungserlaubnis ausweisen. Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei hat der 26-jährige Fahrzeugführer seine fünf Begleiter in Wien in das Auto einsteigen lassen. Für die organisierte Tour hätten ihm die Syrer mehrere tausend Euro zahlen sollen.

Am Montagvormittag wurde der Kosovare in Rosenheim dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an, setzte diese aber gegen bestimmte Meldeauflagen außer Kraft. Der Beschuldigte, der im Landkreis Passau gemeldet ist, muss voraussichtlich mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen. Fünf der Geschleusten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Der 14-Jährige, der sich auf dem Beifahrersitz befand, konnte als alleinreisender Minderjähriger der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut werden.

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